Gemeinde beteiligt sich an Genossenschaft Wolhuser für Wolhusen

 

Gemeinde beteiligt sich an Genossenschaft Wolhuser für Wolhusen

 
Mit der Zeichnung von drei Anteilscheinen tritt die Gemeinde der Genossenschaft Wolhuser für Wolhusen bei. Ein Verkehrskonzept soll Aufschluss darüber geben, wo die Einführung von Tempo-30-Zonen sinnvoll ist und welche Kosten entstehen. Der Gemeinderat spricht sich gegen die überregionale Organisation von Separatsammlungen aus.
 

Petition Tempo 30

Anfangs Mai wurde über die Einreichung der Petition „Tempo 30 im Spitalgebiet“ berichtet. Die Unterzeichnenden forderten den Gemeinderat auf, das bfu-Modell Tempo 50/30 für das ganze Gemeindegebiet, prioritär für das Spitalgebiet, zu prüfen und ein entsprechendes Verkehrskonzept zu erstellen.

Der Gemeinderat hat sich eingehend und grundlegend mit der Thematik befasst. Die Verkehrsberuhigung auf Quartierstrassen ist eine Massnahme aus dem Erschliessungs- und Verkehrsrichtplan vom 7. Mai 2009. Demnach berät und unterstützt die Gemeinde die Quartierbevölkerung bei der Einführung von Langsamverkehrskonzepten auf Erschliessungsstrassen. Auf Initiative und unter Einbezug der Quartierbevölkerung soll die Einführung von Tempo-30-Zonen in den Quartieren geprüft werden. Markierungen und Signalisierungen reichen für Tempo-30-Zonen häufig nicht aus. In manchen Fällen braucht es bauliche Massnahmen (Poller, Schwellen, Verengungen). Auf der Spitalstrasse – bis zur Einfahrt Notfallaufnahme – sind solche verkehrsberuhigenden Massnahmen jedoch heikel, da sie Ambulanzfahrzeuge behindern könnten. In den Quartieren und Strassengenossenschaften gibt es generell Befürworter und Gegner von Tempo-30-Zonen. Die beidseitigen Argumente sind sehr unterschiedlich.

Der Gemeinderat anerkennt den offensichtlichen Nutzen von Tempo-30-Zonen. Die Vorteile (Verkehrssicherheit, Verkehrsberuhigung, Lebensqualität etc.) überwiegen. Ausser dem minimalen Zeitverlust und den Kosten gibt es kaum Nachteile. Dennoch möchte der Gemeinderat nicht über die Kompetenz der Strassengenossenschaften hinweg die flächendeckende Einführung von Tempo-30-Zonen verfügen. Dies würde dem Erschliessungs- und Verkehrsrichtplan widersprechen, der lediglich die Beratung und Unterstützung vorsieht. In einem ersten Schritt holt der Gemeinderat nun Offerten zur Erarbeitung eines Verkehrskonzeptes für das gesamte Siedlungsgebiet ein. Dieses soll Aufschluss darüber geben, auf welchen Strassen die Einführung von Tempo-30-Zonen sinnvoll wäre, welche Massnahmen nötig wären und welche Kosten entstehen würden. Danach haben der Gemeinderat (Gemeindestrassen) und die Strassengenossenschaften (Quartierstrassen) zu entscheiden, wo Tempo-30-Zonen eingeführt werden. Sobald das Konzept vorliegt, werden die Betroffenen entsprechend orientiert.

 
 

Wolhuser für Wolhusen

Im Juni wurde die Genossenschaft Wolhuser für Wolhusen gegründet. Sie bezweckt das Gemeinwohl und die wirtschaftlichen Interessen ihrer Mitglieder und weiterer Wolhuser durch Verbesserung der Qualität und der Nutzungsmöglichkeiten der Grundstücke und Gebäude ihrer Mitglieder und Dritter in der Dorfkern- und Zentrumszone und den angrenzenden Grundstücken von Wolhusen in gemeinsamer Selbsthilfe zu fördern. Sie kann Grundstücke und Gebäude erwerben, verwalten, veräussern und vermitteln, mit angrenzenden Grundstücken zusammenlegen und neu parzellieren. Sie kann sich an andern Unternehmen beteiligen und alle Geschäfte tätigen und Verträge abschliessen, die geeignet sind, den Zweck der Genossenschaft zu fördern.

In Kenntnis der Absichten und des wertvollen Zwecks hat der Gemeinderat beschlossen, die Genossenschaft finanziell und ideell zu unterstützen. Die Gemeinde Wolhusen tritt der Genossenschaft bei und zeichnet drei Anteilscheine zu 3‘000 Franken. Der Gemeinderat lädt die Bevölkerung und weitere Interessierte ein, der Genossenschaft ebenfalls beizutreten und damit ein Zeichen zu setzen. Der Verwaltung unter dem Vorsitz von Beat Schürmann, Hiltenweid 37, dankt er für das Engagement und wünscht gutes Gelingen.

 
 

Separatsammlungen

Die Umfrage des Gemeindeverbandes Abfallentsorgung Luzern-Landschaft (GALL) bezüglich einer regionalen und verbandsweiten Lösung für die Entsorgung von Wertstoffen wurde vom Gemeinderat ablehnend beantwortet. GALL beabsichtigt, die Separatsammlungen von Altglas, Altpapier, Aluminium, Blechdosen, Grüngut, Karton etc. analog der Kehrichtsammlung gemeinsam zu organisieren und erhofft sich damit wirtschaftliche Vorteile. Im Hinblick auf den künftigen regionalen Entsorgungsplatz Rossei soll die Wertschöpfung nach Ansicht des Gemeinderates jedoch am Ort behalten werden.

 
 

Personal

Regionales Zivilstandsamt

Über die vorzeitige Pensionierung von Lisbeth Röösli-Wüest, Sachbearbeiterin Regionales Zivilstandsamt, auf 31. August wurde bereits berichtet. Gemeinderat und Mitarbeitende freuen sich, die Lücke mit Esther Kost-Blum, Sempach, schliessen zu können. Sie ist 31-jährig, verheiratet und Mutter eines Kindes. Sie absolvierte die Ausbildung zur Kauffrau bekanntlich bei der Gemeindeverwaltung Wolhusen und war anschliessend als Sachbearbeiterin beim Regionalen Steueramt Wolhusen tätig. Nach einem Abstecher zur Gemeinde Neuenkirch kehrte sie als stv. Leiterin Regionales Zivilstandsamt zur Gemeinde Wolhusen zurück, bevor sie – bis heute – als Gemeindeschreiber-Substitutin, Leiterin Teilungsamt und Zivilstandsbeamtin zur Gemeinde Emmen wechselte. Esther Kost-Blum verfügt u. a. über das Fähigkeitszeugnis als Gemeindeschreiberin und den Fachausweis Zivilstandsbeamtin. Als Wolhuserin kennt sie ausserdem den Betrieb, die Gemeinde und die Region. Gemeinderat und Mitarbeitende heissen Esther Kost-Blum herzlich willkommen, wünschen ihr im neuen Tätigkeitsfeld viel Freude und Erfolg und freuen sich auf eine kollegiale und konstruktive Zusammenarbeit. Sie wird die Anstellung als Fachbearbeiterin/Zivilstandsbeamtin (30 %) am 7. Oktober antreten.

 
 
 

Lernende

Ivana Marti, Strittenmatt 2, hat die 3-jährige Ausbildung zur Kauffrau (Profil E) bei der Gemeindeverwaltung erfolgreich abgeschlossen. Gemeinderat und Mitarbeitende gratulieren der sympathischen jungen Berufsfrau herzlich zum Erfolg, wünschen ihr auf dem weiteren Lebensweg alles Gute, viel Glück, Erfolg und Wohlergehen und freuen sich auf die weitere Zusammenarbeit.

 
 
 

Am 19. August wird Stefan Brühlmann, Grütweid, Werthenstein, bei der Gemeindeverwaltung die Ausbildung zum Kaufmann (Profil M) beginnen. Stefan ist der Sohn von Walter und Cornelia Brühlmann-Zangger. Gemeinderat und Mitarbeitende heissen ihn herzlich willkommen und wünschen ihm eine spannende und erfolgreiche Ausbildungszeit.

 
 
 

Für den Ausbildungsplatz Kauffrau/Kaufmann 2014 – 2017 bei der Gemeindeverwaltung sind zehn Bewerbungen (davon vier aus Wolhusen) eingegangen. Die Auswahl ist auf Carmen Imbach, Spitalring 7d, gefallen. Carmen ist die Tochter von Bruno und Luzia Imbach-Schärli und besucht ab kommendem Schuljahr die KSSA 3 in Wolhusen. Sie erfüllt das Anforderungsprofil für eine kaufmännische Ausbildung. Die Geschäftsleitung ist überzeugt, mit Carmen Imbach eine motivierte und bestens befähigten Lernende zu gewinnen und freut sich, sie im nächsten August im Team der Gemeindeverwaltung begrüssen zu dürfen.