Erfreuliches Ergebnis trotz Defizit

 

Erfreuliches Ergebnis trotz Defizit

 
Die Jahresrechnung 2012 der Gemeinde Wolhusen schliesst mit einem Aufwandüberschuss der Laufenden Rechnung von 364‘252 Franken. Der Verlust muss mangels Eigenkapital als Bilanzfehlbetrag aktiviert werden. Die Investitionsrechnung schliesst mit Nettoinvestitionen von 960‘930 Franken. Auf neue Natursteinpflästerungen bei der Sanierung Bahnhof-/Entlebucherstrasse und Neugestaltung Rössliplatz wird verzichtet, die bestehenden an der Menznauerstrasse werden ersetzt.
 

Jahresrechnung 2012

Die Laufende Rechnung 2012 schliesst bei einem Gesamtaufwand von 27‘118‘512 Franken und einem Gesamtertrag von 26‘754‘260 Franken mit einem Aufwandüberschuss von 364‘252 Franken. Nachdem der Voranschlag mit einem Aufwandüberschuss von 1‘825‘500 Franken rechnete, fällt das Ergebnis somit um 1‘461‘248 Franken (80 %) besser aus als budgetiert. Auch ohne den erhaltenen Sonderbeitrag von 1 Million Franken beläuft sich die Verbesserung somit auf 461‘248 Franken. Die Verbesserung resultiert vorab aus höheren Sondersteuererträgen und tieferem Aufwand bei der gesetzlichen Fürsorge. Die Investitionsrechnung 2012 schliesst bei Gesamtausgaben von 1‘154‘453 Franken und Gesamteinnahmen von 193‘523 Franken mit Nettoinvestitionen von 960‘930 Franken. Im Voranschlag waren Nettoinvestitionen von 1‘449‘000 Franken vorgesehen. Die Minderausgaben von 488‘070 Franken (34 %) sind insbesondere auf die Nichtrealisierung der Fussballplatzerweiterung Blindei und die Verzögerung beim Ausbau der Tennisplatzstrasse zurückzuführen. Der Selbstfinanzierungsgrad beträgt 87,7 %. Dank dem Sonderbeitrag liegt der Bilanzfehlbetrag mit 26,1 % unter dem Limit von 1/3 der ordentlichen Steuereinnahmen, so dass keine zusätzliche Abschreibung des Bilanzfehlbetrags vorgenommen werden muss.

Trotz des unbefriedigenden Ergebnisses darf der Gemeinderat feststellen, dass genau und realistisch budgetiert worden ist. Die radikale Kürzung des baulichen Unterhalts führte fallweise zu mehr unvorhersehbarem, gebundenem Aufwand. Ohne die Mehraufwendungen bei der Bildung und den Spitex-Diensten könnte sogar ein ausgeglichenes Rechnungsergebnis präsentiert werden. Gegenüber dem Vorjahr konnten 2 % mehr Gemeindesteuern für das laufende Jahr einkassiert werden. Wäre der Steuerfuss auf das vergangene Jahr nicht von 2,30 auf 2,40 Einheiten angehoben worden, wäre der Ertrag aufgrund der Steuererleichterungen weiterhin rückläufig. Die gute Zahlungsmoral der Steuerpflichtigen ermöglichte der Gemeinde die erforderliche Liquidität, damit sie ihren Zahlungsverpflichtungen nachkommen konnte. Der Gemeinderat dankt den Steuerzahlenden an dieser Stelle ganz herzlich.

Die Jahresrechnung 2012 wird den Stimmberechtigten an der Gemeindeversammlung vom 3. Juni zur Genehmigung vorgelegt. Sie wurde bereits von der Revisionsstelle geprüft, welche nun zuhanden des Gemeinderates und der Stimmberechtigten einen Bericht mit Empfehlung erstellt.

 
 

Bildungskommission

Wie bereits berichtet, hat Erika Bieri Schaller, Kommetsrüti 51, auf 31. Juli ihren Rücktritt als Mitglied der Bildungskommission erklärt. Die Ersatzwahl für den Rest der Amtsdauer 2012 – 2016 erfolgt an der Gemeindeversammlung vom 3. Juni. Es gilt die freie Ämterbewerbung. Wahlvorschläge, die bis Freitag, 19. April, 12:00 Uhr, vollständig (inkl. Personendaten und Bild im jpg-Format) bei der Gemeinde Wolhusen, Zentrale Dienste, eintreffen, werden in die Botschaft aufgenommen. Für später eintreffende Wahlvorschläge kann die Aufnahme aufgrund der fortgeschrittenen Drucklegung nicht garantiert werden. An der Gemeindeversammlung können weitere Kandidatinnen und Kandidaten vorgeschlagen werden.

 
 

Abwassersanierung Kleines Fontannental

In Absprache mit den interessierten Gemeinden Doppleschwand, Menznau, Romoos und Werthenstein wurde eine Machbarkeitsstudie für den Bau einer Abwasserleitung Kleines Fontannental an die J. Auchli AG, Wolhusen, in Auftrag gegeben. Diese soll die Zweckmässigkeit, Anschlussmöglichkeiten, Leitungsführung und Kostenschätzung aufzeigen. An das eingestellte Bauprojekt aus dem Jahre 1993 (Kostenvoranschlag 1‘488‘400 Franken) hatten Bund und Kanton Beiträge von 39,6 bzw. 33 % zugesichert. Sofern das Projekt bis 31. Dezember 2015 realisiert und abgerechnet wird, können die Subventionen noch geltend gemacht werden.

 
 

Bauabrechnung

Die Abrechnung über die Fassaden- und Fenstersanierung Trakt B der Schulanlage Berghof wurde genehmigt. Der bewilligte Gesamtkredit von 685‘000 Franken konnte um 11‘509 Franken bzw. 1,7 % unterschritten werden. Der Begleitkommission und den verantwortlichen Planungs- und Bauunternehmen wird für die Projektierung, Bauleitung und Ausführung sowie die Kostenkontrolle bestens gedankt.

 
 

Schulanlagen

Beim Neubau der Schwinghalle Berghof musste die Kugelstossanlage aus Platzgründen entfernt werden. Nachdem das Kugelstossen zum Schul- und Sportprogramm der Sekundarstufe und zum Wettkampfprogramm der Sport- und Turnvereine gehört, hat man sich auf einen Ersatzbau geeinigt. An den Kosten beteiligen sich die Gemeinde und der Schwingklub Wolhusen.

Der Planungsauftrag für den mit dem Voranschlag 2013 bewilligten Umbau der Hauswartwohnung Berghof zu Schulleitungsräumen wurde an die Raum und Design Innenarchitektur/Flächenmanagement AG, Wolhusen, erteilt.

Der Planungsauftrag für die ebenfalls mit dem Voranschlag 2013 bewilligte Fenstersanierung Schulanlage Steinhuserberg wurde an das Architekturbüro Benno Baumeler, Wolhusen, erteilt.

 
 

Bahnhof-/Entlebucherstrasse, Neugestaltung Rössliplatz

Nebst zahlreichen Dritten erhob auch der Gemeinderat Einsprache gegen das Strassenprojekt K10, Abschnitt Post – Kreisel Rössli – Wolhusen-Markt. Diese richtete sich gegen die Materialisierung der gepflästerten Bereiche (Trottoirs, Ausfahrten). Es wurde eine einheitliche, behindertengerechte Materialisierung verlangt. Die bereits erstellte Natursteinpflästerung im Bereich der Menznauerstrasse K11 sei gegebenenfalls anzupassen oder zu ersetzen. Aufgrund von Verhandlungen mit der Bauherrschaft Kanton Luzern wurden die Projektpläne geändert. Neu wird auf alle Pflästerungen verzichtet. Stattdessen wird ein Asphaltbelag eingebaut. Dies gilt auch für Ausfahrten, bei denen auf den Trottoirs die Sichtzonen für FäG (fahrzeugähnliche Geräte) nicht sichergestellt sind. Die Gemeinde wird gemäss Absprache in Koordination mit dem Strassenprojekt K10 an der Menznauerstrasse K11 die bestehende Pflästerung beidseitig bis zur Luzerner Kantonalbank ebenfalls durch einen Asphaltbelag ersetzen und bei der Neugestaltung Rössliplatz gänzlich auf Natursteinpflästerungen verzichten. Die geänderten Projektpläne werden nach Ostern nochmals öffentlich aufgelegt und entsprechend veröffentlicht. Der Gemeinderat wird seine Einsprache somit zurückziehen und hat die weiteren Einsprecher eingeladen, dies ebenfalls zu tun.

 
 

Kontaktpflege

Bekanntlich hat sich der Gemeinderat zum Ziel gesetzt, nebst dem jährlich – in Kooperation mit Werthenstein – stattfindenden Feierabendgespräch, einen engeren Kontakt mit ausgewählten Unternehmen und Organisationen zu pflegen. Dieser soll dem gegenseitigen Austausch von Informationen und der Diskussion von Entwicklungen, Anliegen, Wünschen und Visionen dienen. Im Rahmen dieser Kontaktpflege wurde die Landi Wolhusen empfangen. Das Gespräch war für die beiden Partner sehr interessant und aufschlussreich. Diskutiert wurden Themen wie Unternehmensentwicklung, Verkehr, Raumplanung und weitere aktuelle Gemeindeprojekte.

 
 

Kaminfeger

Das Justiz- und Sicherheitsdepartement hat Peter Duss-Ratz, Ruswil, zum Kaminfegermeister im Kreis 16 (Buttisholz, Ruswil, Wolhusen) wiedergewählt. Die 4-jährige Amtsdauer beginnt am 1. Juli.

 
 

Personal

Über die Kündigung von Sabrina Bieri, Einschätzungsexpertin Regionales Steueramt, wurde bereits berichtet. Aufgrund der eingegangenen Bewerbungen und der durchgeführten Evaluation wird Isabel Schärli-Lienhard, Buttisholz, auf 1. April als neue Einschätzungsexpertin mit einem Teilpensum angestellt. Für die noch vakanten Stellenprozente wird zusammen mit der neuen Mitarbeiterin eine Lösung erarbeitet. Isabel Schärli-Lienhard ist 28-jährig, verheiratet und Mutter eines Kindes. Sie absolvierte die Ausbildung zur Kauffrau bei der Gemeindeverwaltung Emmen und war anschliessend bei verschiedenen Steuerämtern tätig. In dieser Zeit besuchte sie die erforderlichen Weiterbildungen. Zurzeit ist sie in einem befristeten Arbeitsverhältnis für die Gemeinde Menznau tätig. Gemeinderat und Mitarbeitende heissen Isabel Schärli-Lienhard herzlich willkommen, wünschen ihr im neuen Betätigungsfeld viel Freude und Erfolg und freuen sich auf eine kollegiale und konstruktive Zusammenarbeit.

 
 
 

Kontakt:

Peter Bigler
Gemeindepräsident
078 600 21 52
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