Budget 2020: Geringerer Aufwandüberschuss gegenüber Vorjahr

Den Stimmberechtigten wird das Budget 2020 mit einem Aufwandüberschuss von 196'000 Franken vorgelegt. Der Steuerfuss sinkt als Folge der Aufgaben- und Finanzreform 18 (AFR18) auf 2,30 Einheiten.
 

Orientierungsversammlung
Montag, 28. Oktober, 19:30 Uhr, Saal Rössli ess-kultur, Menznauerstrasse 2. Interessierte Personen sind herzlich eingeladen, sich über die kommunalen Abstimmungsvorlagen vom 17. November, den Aufgaben- und Finanzplan 2020 – 2023, das Legislaturprogramm 2020 – 2024 und den Bebauungsplan Stampfelistrasse orientieren zu lassen. Der Gemeinderat freut sich auf zahlreiches Erscheinen.

Gemeindeabstimmung
Sonntag, 17. November. Die Stimmberechtigten sind herzlich eingeladen, sich an der Abstimmung über fünf kommunale Vorlagen zu beteiligen. Die Details können der Botschaft entnommen werden und sind unter www.wolhusen.ch/gemeindeverwaltung/zentrale_dienste publiziert. Der Gemeinderat freut sich auf eine grosse Stimmbeteiligung.

 
 

Budget 2020

Der Gemeinderat hat an der Klausur vom 3. September sowie an der Sitzung vom 12. September das Budget der Gemeinde Wolhusen beraten und zuhanden der Stimmberechtigten verabschiedet. Zum zweiten Mal wurde es nach dem neuen Harmonisierten Rechnungsmodell 2 (HRM2) erstellt.

Erfolgsrechnung

Das Budget der Erfolgsrechnung sieht bei einem Steuerfuss von 2,30 Einheiten (bisher 2,40 Einheiten) einen Aufwandüberschuss von 195'610.80 Franken vor, was gegenüber dem Budget des Vorjahres eine Verbesserung von 257'685.05 Franken bedeutet. Das Budget 2020 ist allerdings nur bedingt mit dem Vorjahresbudget vergleichbar. Dies begründet sich vor allem mit dem neuen Kostenteiler zwischen Kanton und Gemeinden aufgrund der Aufgaben- und Finanzreform 18 (AFR18). Dazu gehört zum Beispiel der neue 50:50-Kostenteiler zwischen Kanton und Gemeinde bei der Volksschulbildung (bisher 25:75). Ist die Bildung gemäss Budget 2019 mit Nettokosten von 7'179'764.20 Franken veranschlagt, werden es im Jahr 2020 noch 5'408'769.55 Franken sein.

Ebenfalls in der AFR18 enthalten ist ein Steuerfussabtausch zwischen Kanton und Gemeinden. Danach wird der kantonale Steuerfuss um 0,1 Einheiten erhöht, während die Gemeinden ihren Steuerfuss um dieselbe Einheit senken. Das Ziel ist, dass die Steuerzahler nicht mehr Steuern zahlen müssen. Der Steuerfuss 2020 beträgt daher zwingend 2,30 Einheiten und wird ausnahmsweise nicht von den Stimmberechtigten beschlossen.

Durch die AFR18 werden für das Gemeindebudget gesamthaft Mehrkosten von 71'000 Franken gegenüber dem Budget 2019 erwartet. Im Vergleich zur vom Kanton publizierten Globalbilanz gibt es etliche Abweichungen. Weitere Abweichungen zum Vorjahresbudget gibt es zudem durch interne Verrechnungen und Umlagen. Die in der Leistungserfassung erfassten Arbeitsstunden werden nun konsequent an die betreffenden Kostenstellen und Kostenträger verrechnet.

Investitionsrechnung

Das Budget der Investitionsrechnung sieht Investitionsausgaben von 5'160'000 Franken vor. Der Grossteil der Investitionen (3'851'000 Franken) entfällt auf Spezialfinanzierungen und belastet somit die Erfolgsrechnung nicht. Investitionen im Gesamtbetrag von 900'000 Franken wurden bereits als Sonderkredit bewilligt (Kanalisation Kommetsrüti, Kanalisation Zihlenfeld).

Aufgaben- und Finanzplan

Der Aufgaben- und Finanzplan 2020 – 2023 zeigt für die Finanzplanjahre 2021 bis 2023 leicht negative Rechnungsergebnisse: 395'000 (2021), 237'000 (2022) und 34'000 Franken (2023). Durch die geplanten und hauptsächlich spezialfinanzierten Investitionen steigt die Pro-Kopf-Verschuldung von 5'274 (Rechnung 2018) auf 7'256 Franken im Planjahr 2021 an, um dann bis Planjahr 2023 auf 6'723 Franken zu sinken. Die kantonalen Vorgaben zu den Finanzkennzahlen können nicht überall eingehalten werden. Über die Details wird an der Orientierungsversammlung vom 28. Oktober informiert.

 
 

Weitere Abstimmungsvorlagen vom 17. November

Nebst dem Budget 2020 werden die Stimmberechtigten an der Gemeindeabstimmung vom 17. November über vier weitere Vorlagen Beschluss fassen. Für die Erweiterung des Nahwärmeverbunds Berghof mit Anschluss des Gemeindehauses, des Schulhauses Rainheim und privaten Liegenschaften wird ein Sonderkredit von 920'000 Franken beantragt. Ein weiterer Sonderkredit in der Höhe von 2'050'000 Franken ist für die Erneuerung der Kanalisation Lätten-Wisstannenweid-Burghalde-Strittenmatt erforderlich, deren Leitungen veraltet und unterdimensioniert sind. Nebst diesen Finanzgeschäften sollen auch zwei kommunale Reglemente totalrevidiert werden. Mit der Totalrevision des Abfallentsorgungsreglements wird ein verursachergerechtes Markensystem für die Grüngutentsorgung eingeführt. Mit der Totalrevision des Informations- und Datenschutzreglements wird die kommunalrechtliche Grundlage für Videoüberwachungen an öffentlich zugänglichen Orten (z. B. Schulanlagen) geschaffen.

 
 

Gestaffelter Wechsel des Sekundarschulmodells

Die Sekundarschule Wolhusen wird derzeit im kooperativen Sekundarschulmodell geführt. Gemäss Entscheid des Regierungsrates muss sie auf das Schuljahr 2020/2021 in das integrierte Modell überführt werden, weil die geforderten Schülerzahlen für eine Weiterführung des kooperativen Modells nicht erreicht werden können. Der Regierungsrat hat einen Antrag des Gemeinderates und der Bildungskommission gutgeheissen, den Wechsel auf das integrierte Sekundarschulmodell gestaffelt über drei Jahre vorzunehmen. Dadurch müssen die Schüler, welche heute die Sekundarschule Wolhusen besuchen, keinen Modellwechsel durchlaufen. Ihre Klassen können im kooperativen Modell weitergeführt werden. Nur die Klassen der ab Schuljahr 2020/2021 neu eintretenden Sekundarschüler werden nach dem integrierten Schulsystem organisiert. Die betroffenen Eltern der Sechstklässler werden per Brief nähere Informationen erhalten.

Beim integrierten Sekundarschulmodell werden in den Stammklassen alle Kinder aufgenommen, sowohl jene, welche die grundlegenden (C) Anforderungen als auch jene, die erweiterten (AB) Anforderungen gewachsen sind. Für die Niveaufächer Deutsch, Englisch, Französisch und Mathematik werden sie den Niveauklassen A, B und C zugeteilt.

 
 
 

Personelles

Technischer Dienst

Auf 1. Januar 2020 wird Daniel Keller, Wolhusen, als neuer Mitarbeiter Technischer Dienst (100 %) angestellt. Der 38-Jährige absolvierte die Ausbildung zum Landschaftsgärtner bei der Vetter Gartenbau AG, Adligenswil, für die er zurzeit noch tätig ist. Die Gemeinde ist überzeugt, mit Daniel Keller einen motivierten und bestens befähigten Mitarbeiter zu gewinnen und heisst ihn im Team herzlich willkommen.

Daniel Keller wird Nachfolger von Pius Birrer, der per 1. Januar 2020 die Leitung des Technischen Dienstes von Peter Schumacher übernehmen wird.

 
 
 
 

Soziales und Gesundheit

Stefanie Stadelmann, Sachbearbeiterin Soziales und Gesundheit, hat ihr Arbeitsverhältnis auf 30. November gekündigt. Sie nimmt auf diesen Zeitpunkt eine neue Herausforderung als Gemeindeschreiber-Substitutin bei der Gemeinde Horw an. Gemeinderat und Mitarbeitende nehmen die Kündigung mit Bedauern zur Kenntnis, danken Stefanie Stadelmann für die kollegiale Zusammenarbeit während 7 Jahren herzlich und wünschen ihr einen guten Start sowie viel Freude und Erfolg im künftigen Betätigungsfeld.

 
 
 
 

Die frei werdende Arbeitsstelle wurde bereits öffentlich ausgeschrieben. Aufgrund der eingereichten Bewerbungen und der durchgeführten Evaluation wird Andrea Meier, Wolhusen, auf 1. Januar 2020 als neue Sachbearbeiterin für den Bereich Soziales und Gesundheit (100 %) angestellt. Die 39-Jährige bringt Berufserfahrungen aus Tätigkeiten für die Ausgleichskasse des Kantons Solothurn und die Arbeitslosenkasse des Kantons Luzern mit. Gemeinderat und Mitarbeitende heissen Andrea Meier herzlich willkommen, wünschen ihr im neuen Tätigkeitsfeld viel Freude und Erfolg und freuen sich auf eine kollegiale und konstruktive Zusammenarbeit.

 
 
 

Bildungskommission. Demission Präsident

Hansruedi Bucher, Walferdingenweg 2, Wolhusen, hat seinen Rücktritt als Präsident der Bildungskommission per 31. Juli 2020 und Ende der Amtsperiode 2016 – 2020 erklärt. Der Gemeinderat nimmt von der Demission mit Bedauern Kenntnis. Hansruedi Bucher wurde 2013 als Mitglied in die Kommission gewählt. Zwei Jahre später übernahm der Parteilose das Präsidium. Der Demissionierende hat sich während all der Jahre mit viel Engagement und Kompetenz für die Belange der Volksschule eingesetzt. Dafür und für die konstruktive und partnerschaftliche Zusammenarbeit wird ihm herzlich gedankt.

Die ordentlichen Neuwahlen des Präsidiums und drei weiteren Mitgliedern der Bildungskommission für die Amtsdauer 2020 – 2024, welche am 1. August 2020 beginnt, finden vorbehältlich einer stillen Wahl am 29. März 2020 im Urnenverfahren statt. Es gilt die freie Ämterbewerbung.

 
 

Musikschulkommission. Ersatzwahl Denise Brun-Affentranger

Auf Vorschlag der Musikschulkommission wählte der Gemeinderat Denise Brun-Affentranger, Kommetsrüti 37, Wolhusen, neu in die Musikschulkommission. Sie wird in beratender Funktion die Chöre vertreten. Der Gemeinderat bedankt sich bei ihr für die Bereitschaft, in der Kommission mitzuwirken und wünscht ihr viel Freude und Erfolg.

 
 

Kontaktpflege

Im Rahmen der regelmässigen Kontaktpflege zum gegenseitigen Austausch von Informationen und Diskussion von Entwicklungen, Anliegen, Wünschen und Visionen wurden die Gawo Gasser AG, die Hausarztpraxis Dr. med. Thalmann AG, der Kath. Kirchenrat, Kantonsrat Guido Roos und die politischen Parteien empfangen. Weiter fand die 2-jährliche Konferenz mit den Gemeinderäten Doppleschwand, Romoos und Werthenstein statt. Die Gespräche waren für die jeweiligen Partner sehr interessant und aufschlussreich. Diskutiert wurden Themen wie Budget 2020, die kommunalen Abstimmungsvorlagen, Infrastrukturprojekte sowie weitere aktuelle Gemeindeprojekte.

 
 

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