Jahresrechnung 2018 schliesst mit Ertragsüberschuss

Die Laufende Rechnung 2018 der Gemeinde Wolhusen schliesst bei einem Gesamtaufwand von 28,36 Millionen Franken mit einem Ertragsüberschuss von 1,17 Millionen Franken. Dieser soll dem Eigenkapital zugeführt werden. Die Investitionsrechnung weist Nettoinvestitionen von 4,38 Millionen Franken aus.
 

Orientierungsversammlung

Montag, 29. April, 19:30 Uhr, Saal Rössli ess-kultur, Menznauerstrasse 2. Interessierte Personen sind herzlich eingeladen, sich über die kommunalen Abstimmungsvorlagen vom 19. Mai sowie Jahresrechnung und Geschäftsbericht 2018 des Wohn- und Pflegezentrums Berghof orientieren zu lassen. Der Gemeinderat freut sich auf zahlreiches Erscheinen.

 
 

Jahresrechnung 2018

 

Laufende Rechnung

Die Laufende Rechnung 2018 schliesst bei einem Gesamtaufwand von 28,36 Millionen Franken und einem Gesamtertrag von 29,54 Millionen Franken mit einem Ertragsüberschuss von 1'173'080 Franken. Nachdem der Voranschlag mit einem Ertragsüberschuss von 816'000 Franken rechnete, fällt das Ergebnis somit um 357'080 Franken besser aus. Die Verbesserungen gegenüber dem Voranschlag resultieren einerseits aus Mehrerträgen bei den Steuern laufendes Jahr, Quellensteuern und Nachkommenserbschaftssteuern sowie nicht budgetierten Mietzinseinnahmen der Wohnsiedlung Gütsch, andererseits aus Minderaufwänden bei der wirtschaftlichen Sozialhilfe, Besoldungen Primarstufe und Sekundarstufe sowie Zinsen für langfristige Schulden. Einmalige Abgrenzungen aufgrund der Umstellung auf das neue Harmonisierte Rechnungslegungsmodell HRM 2 verbesserten das Ergebnis zusätzlich um rund 160'000 Franken. Ausserdem wurden die bewilligten Mittel generell sehr budgetgetreu eingesetzt. Mehraufwendungen entstanden in den Bereichen Allgemeine Verwaltung, Pflegefinanzierung, Restfinanzierung Spitex und Prämienverbilligung.

Investitionsrechnung

Die Investitionsrechnung 2018 schliesst bei Gesamtausgaben von 4,66 Millionen Franken und Gesamteinnahmen von 0,28 Millionen Franken mit Nettoinvestitionen von 4,38 Millionen Franken. Im Voranschlag waren Nettoinvestitionen von 6,07 Millionen Franken vorgesehen. Die Minderausgaben von 1,69 Millionen Franken sind auf verschiedene Projekte zurückzuführen. So wurde die zweite Tranche des Sonderkredits Kanalisation Zihlenfeld/Bergboden von 1,53 Millionen Franken nur mit 173'835 Franken beansprucht. Der Sonderkredit für das Regenbecken Blindei kann mit einer Kreditunterschreitung von 503'269 Franken abgeschlossen werden. Auch das Entwässerungskonzept Kommetsrüti verursachte im Jahr 2018 noch nicht die erwarteten Ausgaben. Für die vorgezogenen Massnahmen des Felssturzes Badflue musste dank Beiträgen der GVL und Glückskette massiv weniger aufgewendet werden. Insgesamt kostete der Felssturz (vorgezogene Massnahmen und Sofortmassnahmen) die Gemeinden Wolhusen und Werthenstein je 755'605 Franken. Ursprünglich ging der Gemeinderat von Kosten im Umfang von zirka 1,36 Millionen Franken aus. Der Beitrag an die Güterstrasse Steinhuserberg von 200'000 Franken wurde der Rechnung 2017 belastet – im Jahr 2018 fielen keine Kosten an.

Für den Um- und Anbau des Schulhauses Rainheim wurden dagegen Mehrausgaben getätigt (1'073'241 Franken). Nicht budgetierte Ausgaben betrafen insbesondere den Nahwärmeverbund Berghof (143'413 Franken), das Kanalisationsprojekt Entlebucherstrasse (110'662 Franken) und den Picknickplatz mit WC bei der Burg (80'849 Franken).

Finanzkennzahlen

Aufgrund des guten Rechnungsabschlusses liegen noch zwei von acht Finanzkennzahlen nicht innerhalb der Bandbreiten, welche die kantonale Verordnung über den Finanzhaushalt der Gemeinden vorgibt. Der Verschuldungsgrad beträgt 146,96 % (≤ 120 %) und die Nettoschuld pro Einwohner 5'274 Franken (≤ 3'900 Franken). Dagegen liegt der Selbstfinanzierungsanteil mit 10,33 % neu über dem Grenzwert von mindestens 10 %. Gegenüber dem Vorjahr konnten 6,5 % mehr Gemeindesteuern einkassiert werden. Die gute Zahlungsmoral der Steuerpflichtigen ermöglichte der Gemeinde die erforderliche Liquidität, damit sie ihren Zahlungsverpflichtungen nachkommen konnte. Der Gemeinderat dankt den Steuerzahlenden an dieser Stelle ganz herzlich.

Die Jahresrechnung 2018 wird den Stimmberechtigten an der Gemeindeabstimmung vom 19. Mai zur Genehmigung vorgelegt. Sie wurde bereits von der Revisionsstelle geprüft, welche nun zuhanden des Gemeinderates und der Stimmberechtigten einen Bericht mit Empfehlung erstellt.

Sonderkreditabrechnungen

Nebst der Jahresrechnung werden den Stimmberechtigten vier Sonderkreditabrechnungen zur Genehmigung vorgelegt. Über die Abrechnung des Sonderkredits über den Neubau des Regenbeckens Blindei wurde bereits informiert.

Die Sonderkredit von 5,4 Mio. Franken für den Um- und Anbau der Schulanlage Rainheim verzeichnet Bruttoausgaben von 5'365'125 Franken. Damit wird der Kreditrahmen eingehalten (Kreditunterschreitung von 0.6 %). Dank Einsparungen auf vielen einzelnen Budgetpositionen, tieferen Anschlussgebühren und nicht ausgeschöpften Reserven konnte sogar der Umbau des Pavillons – Umwandlung des Kindergartens in den Jugendraum und die Ludothek – umgesetzt werden, ohne das Budget zu überschreiten.

Ebenfalls deutlich unter der bewilligten Kreditsumme abgerechnet werden kann der Sonderkredit von 825'000 Franken für die Neugestaltung des Rössliplatzes. Die Abrechnung schliesst mit Gesamtkosten von 349'978 Franken ab. Das entspricht einer Kreditunterschreitung von 475'023 Franken oder 57,6 %. Private Planungen auf benachbarten Grundstücken haben den Gemeinderat dazu bewogen, den Rössliplatz nur mit minimalem Aufwand an das Projekt der Kantonsstrasse anzupassen. Deshalb wurden nicht alle vorgesehenen Arbeiten ausgeführt, was zu deutlich tieferen Kosten führte. Der Gemeinderat wird zu gegebener Zeit mit einem neuen Projekt an die Stimmberechtigten gelangen.

Eine geringe Kreditüberschreitung ist für den Sonderkredit von 2,2 Mio. Franken für die Sofortmassnahmen (SOMA) im Zusammenhang mit dem Felssturz Badflue vom 11. Januar 2016 zu verzeichnen. Die Ausgaben betragen 2'231'078 Franken. Dank Beiträgen von Bund und Kanton (1'238'685 Franken), der Geistlich Pharma AG (60'000 Franken), der Gemeinde Werthenstein (466'197 Franken) und der Glückskette (152'225 Franken) ist die Nettobelastung für die Gemeinde Wolhusen mit 313'972 Franken trotzdem geringer als erwartet. Ursprünglich wurde von Nettokosten von 428'000 Franken ausgegangen.

 

 
 
 

Personal

Auf 18. März wurde Stephanie Bieri, Ettiswil, als neue Sachbearbeiterin Zentrale Dienste (100 %) angestellt. Sie ist 20-jährig und absolvierte die Ausbildung zur Kauffrau EFZ (Profil E mit Berufsmaturität) bei der Gemeinde Grosswangen. Nach einer befristeten Anstellung bei der Gemeinde Grosswangen war sie bis 31. Januar als Sachbearbeiterin bei der Gemeinde Gisikon tätig. Die Gemeinde ist überzeugt, mit Stephanie Bieri eine motivierte und bestens befähigte Mitarbeiterin zu gewinnen und heisst sie im Team herzlich willkommen.

Stephanie Bieri wird Carmen Imbach ersetzen, die sich einer neuen beruflichen Herausforderung stellen will und derzeit nebenberuflich eine Weiterbildung absolviert. Bis Ende Jahr bleibt sie dem Bereich Zentrale Dienste in einem reduzierten Pensum von 60 % erhalten.

 
 
 

Auflösung Betriebskommission Schwimmbad

Wie bereits früher mitgeteilt, hat der Gemeinderat mit der Willi Zihlmann Fitness Connection, Wolhusen, Verhandlungen für den Abschluss eines Mietvertrages für den Betrieb des Schwimmbads Bergboden geführt. Inzwischen konnte der Vertrag abgeschlossen und unterzeichnet werden. Die Fitness Connection ist ab 1. April neu für den gesamten Betrieb inkl. Restaurant, Badeaufsicht und Unterhalt verantwortlich. Der Vertrag ist bis Ende Sommersaison 2023 befristet. Während dieser Zeit leistet die Gemeinde Unterstützungsbeiträge an den Schwimmbadbetrieb.

Aufgrund dieser Neuorganisation hat der Gemeinderat beschlossen, die Betriebskommission Schwimmbad Bergboden per 31. März 2019 aufzulösen. Die betroffenen Kommissionsmitglieder wurden über diesen Entscheid vom Gemeinderat bereits orientiert. Die Betriebskommission wird sich am 25. März 2019 zum letzten Mal treffen. Der Gemeinderat dankt den Mitgliedern der Kommission vielmals für ihr Engagement zu Gunsten der Gemeinde und ihre wertvolle Arbeit.

 
 

Ersatzwahl Jugendkommission

Auf Vorschlag der Röm.-kath. Kirchgemeinde Wolhusen hat der Gemeinderat Manuela Streit-Bühler, Vorder-Hasenschwand 1, 6114 Steinhuserberg, für den Rest der Amtsdauer 2017 – 2020 als Mitglied der Jugendkommission gewählt. Der Gemeinderat dankt der Gewählten für ihr Interesse und freut sich auf eine konstruktive Zusammenarbeit.

 
 

Workshop Coworking-Space

Die Gemeinde Wolhusen will zusammen mit der Gemeinde Werthenstein und dem Regionalen Entwicklungsträger Region Luzern West prüfen, ob eine Nachfrage für "Coworking-Spaces" in der Region besteht. Dazu wird am Donnerstag, 28. März, 17.30 Uhr, Rössli ess-kultur, Raum Weitsicht, mit der Bevölkerung ein interaktiver Workshop organisiert. Dabei wird insbesondere aufgezeigt, wie ein gemeinschaftlicher Arbeitsplatz aufgebaut und betrieben werden kann. Zum Workshop, den die VillageOffice Genossenschaft leitet, sind alle Interessierte herzlich eingeladen. Zur Vorbereitung auf den Workshop kann bis am 25. März an einer Umfrage teilgenommen werden: www.villageoffice.ch/wolhusen-werthenstein. Aus organisatorischen Gründen wird um eine Anmeldung per E-Mail an s1_mail_hc-|-tsewnrezulnoiger|-|ofni gebeten (Frist: 25. März 2019).

Coworking-Spaces sind lokale Gemeinschaftsbüros, die nicht von einer einzelnen Firma besetzt sind, sondern Arbeitsplätze für Unternehmer, Kreative oder Studenten anbieten. Sie bieten eine Alternative zu Homeoffice und den Firmenarbeitsplatz. Mit Coworking-Spaces entsteht die Möglichkeit, sich in verschiedenen Arbeitsumfeldern neu inspirieren und vernetzen oder die zeitraubende Fahrt zum Arbeitsort unterlassen zu können.

 
 

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