Neugestaltung Rössliplatz wird zurückgestellt

 

Neugestaltung Rössliplatz wird zurückgestellt

 
Das unmittelbar vor der Realisierung stehende Projekt Neugestaltung Rössliplatz wird situationsbedingt zurückgestellt. Vorerst soll die weitere Planung des Ersatzneubaus Bahnhofstrasse 5 (Denner-Gebäude) abgewartet werden.
 

Am 3. Dezember 2012 bewilligte die Gemeindeversammlung einen Sonderkredit von 825‘000 Franken für die Neugestaltung des Rössliplatzes. Die Kreditsumme beinhaltet einen Anteil für die Gestaltung des Kreiselinnenraums. Ziel war es, unter Erhalt der 21 Parkplätze einen einladenden, barrierefreien Platz mit neuer Erschliessung und Verkehrsführung sowie multifunktionaler Nutzung zu schaffen. Um Synergien nutzen und Kosten einsparen zu können, war damals geplant, die Bauarbeiten mit der Sanierung K10, Abschnitt Post – Dorfmärt, zu koordinieren.

In der Zwischenzeit ist die Strassensanierung soweit fortgeschritten, dass im Februar 2016 mit der Neugestaltung des Rössliplatzes – parallel mit dem Marktplatz in Werthenstein – begonnen werden könnte. Allerdings hat sich inzwischen die Ausgangslage verändert. Die MSE Berona AG (Eigentümerin der Grundstücke Nr. 122 und 125) beabsichtigt, allenfalls das Wohn- und Geschäftshaus Bahnhofstrasse 5 durch einen Neubau zu ersetzen. Eine geplante Einstellhalle käme unter den Rössliplatz zu liegen, sodass der neu gestaltete Platz kurzfristig wieder aufgerissen werden müsste.

Die Grundeigentümerin hat nun im vergangenen Monat einen Kaufrechtsvertrag mit einer Investorin abgeschlossen. Die Kaufrechtsnehmerin ist berechtigt, die bisherige Nutzungsstudie weiter zu bearbeiten und das Projekt zur Baubewilligung zu bringen. Dieses Verfahren kann jedoch – nicht zuletzt aufgrund der laufenden Ortsplanungsrevision – erst im zweiten Halbjahr 2017 abgeschlossen werden. Angesichts der veränderten Ausgangslage hat der Gemeinderat beschlossen, die Neugestaltung des Rössliplatzes insofern zurückzustellen, dass vorerst nur die Arrondierung im Zusammenhang mit der Kantonsstrassensanierung realisiert wird. Dies beinhaltet die neue Erschliessung und die neue Verkehrsführung. Der Platz an sich soll mit minimalem Mitteleinsatz für eine Übergangsfrist von 3 – 4 Jahren provisorisch gestaltet werden. Die ursprüngliche Planungskommission hat ihre Arbeit wieder aufgenommen und wird in Absprache mit den interessierten Grundeigentümern, zu welchen auch der Kanton Luzern und die Kirchenstrassengenossenschaft gehören, einen Lösungsvorschlag erarbeiten. Der Gemeinderat geht davon aus, dass an der Gemeindeversammlung vom 14. Dezember bereits ausführlicher informieren werden kann. Die Gestaltung des Kreiselinnenraums wird planmässig realisiert. Der bewilligte Sonderkredit soll danach abgerechnet werden.