Positives Budget 2015

 

Positives Budget 2015

 
Der auf 12. Januar verschobenen Gemeindeversammlung wird das Budget 2015 mit einem Ertragsüberschuss von 211‘100 Franken vorgelegt. Der Steuerfuss soll befristet auf ein Jahr um 0,20 auf 2,60 Einheiten erhöht werden. Weiter stehen die Ersatzwahl für die Bildungskommission und die Beschlussfassung über die Gemeindeinitiative „Für den Ausbau der direkten Demokratie“ an. Eine Bauabrechnung konnte mit Kreditunterschreitung genehmigt werden.
 

Gemeindeversammlung

Am Montag, 12. Januar, 20:00 Uhr, findet im Saal Rössli ess-kultur eine Gemeindeversammlung statt. Den Stimmberechtigten werden der Aufgaben- und Finanzplan 2015 – 2021 sowie das Jahresprogramm 2015 zur Kenntnisnahme vorgelegt. Weiter haben sie über den Voranschlag 2015, die buchmässige Aufwertung der Wohnsiedlung Gütsch und die Gemeindeinitiative „Für den Ausbau der direkten Demokratie“ zu beschliessen sowie das Präsidium bzw. ein Mitglied der Bildungskommission zu wählen. Die Botschaft zur Gemeindeversammlung wird Mitte Dezember an alle Haushalte verteilt. Die Akten zu den Geschäften liegen während zwei Wochen vor der Versammlung bei der Gemeinde, Zentrale Dienste, zur Einsicht auf und können unter www.wolhusen.ch/gemeindeverwaltung/zentrale_dienste eingesehen werden. Der Gemeinderat lädt die Stimmberechtigten zum Besuch der Gemeindeversammlung herzlich ein und freut sich auf zahlreiches Erscheinen und aktives Mitwirken.

 
 

Voranschlag 2015

Laufende Rechnung
Der Voranschlag 2015 zur Laufenden Rechnung schliesst bei einem Gesamtaufwand von 26‘096‘100 Franken (Budget 2014: 27‘028‘400) und einem Gesamtertrag von 26‘307‘200 Franken (25‘229‘500) mit einem Ertragsüberschuss von 211‘100 Franken (-1‘798‘900), was gegenüber dem Budget des Vorjahres eine Verbesserung von 2‘010‘000 Franken (111,7 %) bedeutet. Das Budget basiert auf einem erhöhten Steuerfuss von 2,60 Einheiten. Die Verbesserung ist hauptsächlich auf Minderaufwände in den Bereichen Öffentliche Sicherheit (-26‘600), Bildung (-335‘900) und Umwelt, Raumordnung (-71‘300) einerseits und Mehrerträge im Bereich Volkswirtschaft (50‘900) anderseits zurückzuführen. Der Steuerertrag laufendes Jahr steigt durch die Steuererhöhung und aktuelle Hochrechnungen um 1‘260‘000 Franken. Der Steuerertrag früherer Jahre (Nachträge) wächst ebenfalls um 250‘000 Franken. Hingegen ist mit dem Wegfall der Liegenschaftssteuer mit einem Ertragsausfall von 148‘000 Franken zu rechnen. Der Abschreibungsaufwand sinkt insbesondere durch die markante Reduzierung des Bilanzfehlbetrags um 443‘000 Franken. Mehraufwände sind hauptsächlich in den Bereichen Gesundheit (213‘900) und Soziale Wohlfahrt (60‘900) zu verzeichnen. Im Budgetprozess musste der Gemeinderat erneut Kürzungen und Streichungen – insbesondere bei Beschaffungen und beim Unterhalt – vornehmen. Der Handlungsspielraum beim freibestimmbaren Aufwand ist jedoch sehr beschränkt; die grossen Aufwandpositionen sind gesetzlich vorgegeben und somit gebunden. Der gebundene Aufwand liegt bei nahezu 90 % des Gesamthaushalts!

Investitionsrechnung
Der Voranschlag 2015 zur Investitionsrechnung weist Ausgaben von 2‘074‘000 Franken und Einnahmen von 282‘000 Franken aus. Die Nettoinvestitionen betragen somit 1‘792‘000 Franken (Budget 2014: 3‘714‘000). Der Grossteil der Nettoinvestitionen (56,9 %) entfällt auf die Spezialfinanzierungen Feuerwehr (248‘000) und Abwasserbeseitigung (772‘000) und belastet somit die Laufende Rechnung nicht. Die bereits bewilligten, aber noch nicht vollständig beanspruchten Sonderkredite (Meteorwasserkanalisation Rössliplatz – Kleine Emme [Rest 400‘000], Mischwasserleitungen Rössliplatz – Marktbrücke [350‘000], Ortsplanungsrevision [Rest 100‘000]) sind in der Investitionsrechnung ebenfalls enthalten. Die geplanten Investitionen lassen sich nicht weiter aufschieben oder es handelt sich um gebundene Ausgaben. Das strategische Ziel eines minimalen Selbstfinanzierungsgrades von 100 % wird mit 98 % nicht ganz erreicht. Der Gemeinderat ist jedoch überzeugt, dass die Investitionen einerseits dringend notwendig sind und anderseits mit den Ausgaben ein Zeichen gesetzt werden soll.

Steuerfuss
Der Gemeinderat beantragt für das Jahr 2015 die Erhöhung des Steuerfusses von 2,40 auf 2,60 Einheiten. Mit der Erfüllung dieser Bedingung wird einerseits der vom Regierungsrat zugesicherte Sonderbeitrag von 700‘000 Franken ausgerichtet. Anderseits kann die Wohnsiedlung Gütsch buchmässig um 2,5 Millionen Franken aufgewertet werden. Beide Beträge werden im Rechnungsjahr 2014 verbucht und damit ein Aufwandüberschuss vermieden, welcher den Bilanzfehlbetrag weiter erhöhen und im Budget 2015 zusätzlich abgeschrieben werden müsste. Die einmalige Steuererhöhung führt zu einem zusätzlichen Ertrag im Budget 2015 von 760‘000 Franken. Die individuelle Auswirkung für die Steuerzahlenden kann mit dem Steuerrechner auf www.wolhusen.ch ermittelt werden. Der Gemeinderat bedauert, diese Massnahme vorschlagen zu müssen. Nach eingehender Analyse ist sie jedoch die einzige Möglichkeit, den angespannten Finanzhaushalt kurzfristig und nachhaltig zu verbessern. Die Gemeinde kann es sich nicht leisten, bei Ablehnung der Steuererhöhung auf rund 4 Millionen Franken zu verzichten. Das Budget 2015 würde dadurch mit einem Aufwandüberschuss von 832‘000 Franken abschliessen und der Bilanzfehlbetrag weiter anwachsen. Dieser müsste jährlich mit bis zu 1,5 Millionen Franken (4 Steuerzehntel) abgeschrieben werden. Die Steuererhöhung wird auch von der Controllingkommission unterstützt.

Aufgaben- und Finanzplan
Der Aufgaben- und Finanzplan 2015 – 2021 zeigt, dass der Steuerfuss 2016 wieder auf 2,40 Einheiten gesenkt werden soll. Durch die einmalige Steuererhöhung 2015 und die damit generierten Erträge kann der Bilanzfehlbetrag bis 2016 vollständig abgetragen und danach mit den Ertragsüberschüssen Eigenkapital gebildet werden. Durch den geplanten Verkauf der Wohnsiedlung Gütsch soll im Jahr 2016 ein Buchgewinn von 1,5 Millionen Franken erzielt werden. Weiter ist ersichtlich, dass die Nettoschuld pro Einwohner aufgrund der Investitionen von 5‘382 Franken (2014) auf 6‘428 Franken (2021) ansteigt.

 
 

Bauabrechnung

Der Gemeinderat genehmigte die Abrechnung über die Sanierung der Duschen Nr. 3 der Sporthalle Berghof. Der Gesamtkredit von 54‘908 Franken wurde mit Gesamtausgaben von 45‘510 und einer Versicherungsleistung von 10‘000 Franken um 19‘398 Franken (35,3 %) unterschritten. Den verantwortlichen Planungs- und Bauunternehmen wird für die Projektierung, Bauleitung und Ausführung sowie die Kostenkontrolle bestens gedankt.

 
 

Vandalenakte am Zwinggihaus

Es mag sein, dass die Tage des altehrwürdigen Zwinggihauses bald gezählt sind. Den Namen erhielt es von Bertha Zwinggi-Zemp sel., die gehbehindert und Eigentümerin des Wohnhauses Wiggernweg 3 war. Schwester Xavier, den älteren Semestern noch als Kindergartenschwester bekannt, pflegte die alte Frau. Zum Dank veräusserte Bertha Zwinggi-Zemp das Gebäude an die Gemeinde Wolhusen. Nach einem Umbau wurde das Haus 1952 eingeweiht und während vielen Jahren als Kindergarten- und Schullokal genutzt. Gegenwärtig sind das Jugendbüro und die Ludothek einquartiert.

In letzter Zeit sind auf der Wiggernbachseite wiederholt Fensterscheiben eingeschlagen worden. Die Gemeinde liess sie ersetzen, zwei Tage später waren sie wieder demoliert. Da es sich um alte Fenster handelt, ist die Reparatur relativ kostspielig. Interessanterweise ist der nahe gelegene Kindergartenpavillon nicht betroffen. Warum gerade das Zwinggihaus das Ziel von Vandalismus ist, bleibt unbekannt. Da bei der Treppe zum Untergeschoss uriniert und Abfall liegen gelassen wird, hat man Plakate angebracht, auf denen höflich auf richtiges Verhalten hingewiesen wird. Ausserdem hat die Gemeinde Anzeige erstattet. Die Polizei wird vermehrt Patrouillengänge durchführen. Die Bevölkerung wird gebeten, allfällige Beobachtungen zu melden.

 
 
 

„Wie geht's dir?“

Am 10. Oktober, dem Tag der Psychischen Gesundheit, lancierten die schweizerische Stiftung Pro Mente Sana und die vier Kantone Bern, Luzern, Schwyz und Zürich die neue Kampagne „Wie geht’s dir?“. Diese will dazu ermuntern, im Alltag über psychische Krankheiten zu sprechen. Mit der Verteilung von Schokomünzen im Bahnhof Luzern fiel der Startschuss für die 3-jährige Kampagne im Kanton Luzern. Diverse Organisationen machen auf die Plakatkampagne aufmerksam und in Veranstaltungen wird das Thema aufgegriffen. Die Webseite www.wie-gehts-dir.ch und eine Begleitbroschüre ergänzen die mehrjährige Kampagne.

Alltagsnah und sympathisch
Psychische Krankheiten werden oft verschwiegen. Genau hier setzt die Kampagne an: Auf den Plakaten sind jeweils zwei Menschen in Alltagssituationen zu sehen. Sie reden über alles. Auch über psychische Gesundheit. Mit dieser Umsetzung gelingt es, das Thema in den öffentlichen Raum zu tragen und Anregungen zu geben, über psychische Erkrankungen zu sprechen.

Psychische Erkrankungen sind häufig
Jeder zweite Mensch in der Schweiz leidet im Laufe seines Lebens einmal an einer psychischen Krankheit. Trotzdem gibt es viele Vorurteile. Zum Beispiel, die Erkrankung sei eine persönliche Schwäche oder man müsse sich dafür schämen. Solche Vorurteile haben gravierende Folgen: Betroffene und auch ihre Angehörigen ziehen sich zurück und verschweigen die Krankheit. Das macht einsam und kann die Krankheit verstärken.

„Wie geht’s dir?“ – offen darüber reden
Es ist wichtig, über psychische Erkrankungen offen zu sprechen. Dafür sensibilisiert die Kampagne. Wissen über psychische Krankheiten hilft, Vorurteile abzubauen. Konkrete Gesprächstipps tragen dazu bei, leichter über psychische Erkrankungen zu sprechen.

Zehn Luzerner Organisationen machen mit
Das Gesundheits- und Sozialdepartement unterstützt mit der Luzerner Psychiatrie, Stiftung Brändi, traversa, IG Arbeit, Landeskirchen, Verband Innerschweizer Psychologinnen und Psychologen, Selbsthilfe Luzern, Telefon 143 – Die Dargebotene Hand und Fabia die Kampagne. Damit möglichst viele Luzernerinnen und Luzerner in ihrem Alltag erreicht werden, hängen die Plakate überall im Kanton. Auch in Wolhusen sprechen wir über psychische Gesundheit.

 
 

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