Kath. Kirchgemeinde Wolhusen
Pfarrei Wolhusen

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Berichte

 

 

Katholische Kirchgemeindeversammlung vom Dienstag, 29. November 2011

 

Der Pfarreirat soll neu lanciert und bereits an der Frühlingsversammlung gewählt werden

 

Die Beschlussfassung über einen Sonderkredit von 200 000 Franken betreffend Aussensanierung Pfarrkirche wurde hinausgeschoben. Die übrigen Positionen des Voranschlages 2012 fanden geschlossene Zustimmung. Interessante Neuigkeiten gab es aus dem Seelsorgebereich.

 

64 Stimmberechtigte fanden sich am Dienstag, 29. November, zur Budget-Kirchgemeindeversammlung im Andreasheim ein. Kirchmeier Rolf Schürmann informierte über den Finanz- und Aufgabenplan 2012 – 2016, welcher der katholischen Kirchgemeinde Wolhusen steigende Aufwandüberschüsse in Aussicht stellt. Im Weiteren wurde der Voranschlag 2012 mit einem Minus von 30 375 Franken in der Laufenden Rechnung erläutert.  

Das Budget sei sehr vorsichtig erstellt, hielt der Kirchmeier fest und ergänzte: „Ich denke aber, das knappe Minus ist tragbar.“ Dieser Meinung waren auch die Stimmberechtigten, welche den Voranschlag Laufende Rechnung 2012 sowie den Steuerfuss von 0.35 Einheiten (wie bisher) geschlossen genehmigten.  

Gesamtprojekt im Frühling vorstellen

Demgegenüber wurde die Investitionsrechnung 2012 nur teilweise gutgeheissen. Die Anwesenden sagten zwar einstimmig „Ja“ zum Neubau der Stützmauer beim Pfarrhaus (50 000 Franken) und zum Umbau des Foyers beim Josefshaussaal (40 000 Franken).

Der vom Kirchenrat vorgeschlagene Betrag von 200 000 Franken für die Planung und Aussensanierung der Pfarrkirche fand hingegen nur 29 Ja-Stimmen (absolutes Mehr 33) und wurde damit aus der Investitionsrechnung 2012 gestrichen.

Mit diesem Entscheid folgte die Versammlung dem Votum von Anton Lichtsteiner. Er bemängelte, dass für das Pfarrkirche-Bauprojekt von solch grosser Tragweite weder Kostenvoranschlag noch Baubeschrieb vorlägen. Er rief den Kirchenrat auf, an der kommenden Frühlingsversammlung ein Gesamtprojekt zu präsentieren und erst dann über einen entsprechenden Sonderkredit abzustimmen. Dies wird nun am 23. April 2012 der Fall sein.

Religionsunterricht verbessern

Kirchenratspräsident Philipp Steffen informierte über das Jahresprogramm 2012. Dieses sieht unter anderem vor, die Qualität des Religionsunterrichtes mit Aus- und Weiterbildungen der Katechetinnen zu verbessern.

Im Weiteren wurde die neue Pfarramtsekretärin, Patricia Lustenberger-Schrag, vorgestellt. Sie ersetzt Helene Steffen, welche nach 15-jähriger Tätigkeit für die Pfarrei eine neue berufliche Herausforderung angenommen hat.

Kirchmeier Rolf Schürmann konnte vermelden, dass die Bauabrechnung fürs Pfarrhaus vorliegt. Diese weist bei Gesamtkosten von 506 000 Franken (Voranschlag 500 800 Franken) eine leichte Kostenüberschreitung aus.

Missio Canonica erhalten 

Seelsorger Thomas Portmann hat am 30. Juni 2011von Bischofsvikar Ruedi Heim die Missio Canonica als Pastoralassistent in Ausbildung erhalten. Wie mit dem Bischof vereinbart, wird Thomas Portmann im Sommer 2012 die 2-jährige Berufseinführung beginnen. Das erste Ausbildungsjahr ist in Wolhusen und das zweite in einer anderen Pfarrei geplant. Thomas Portmann wird der Pfarrei Wolhusen dann während acht Wochen beziehungsweise einem ganzen Jahr nicht zur Verfügung stehen. Für die entsprechende personelle Überbrückung in der Wolhuser Pfarrei habe das Bistum seine Unterstützung zugesichert, erklärte Philipp Steffen.

Pastoralraum und Hangrutsch

Laut Kirchenrat Peter Bucher wird der Pastoralraum Ruswil-Werthenstein-Wolhusen vorläufig nicht in Kraft gesetzt. Aufgrund bestehender Unklarheiten werde bis 2014/2015 gewartet, man halte aber den guten Kontakt aufrecht und prüfe Zusammenarbeiten.

Auf Anfrage aus der Versammlung erläuterte Peter Bucher die gegenwärtige Situation zum  Hangrutsch Strittenmatt. Demnach wurde vor dem Friedensrichter keine Einigung erzielt. Über das weitere Vorgehen konnte Peter Bucher aber noch nichts Genaues sagen.  

Pfarreirats-Mitglieder gesucht

Bis Mitte der 1990er-Jahre hatte die Pfarrei Wolhusen einen Pfarreirat. Jetzt wollen die Seelsorger Erika Trüssel und Thomas Portmann diesen wieder neu lancieren. Interessierte, welche im Pfarreirat mitwirken möchten, werden gebeten, sich bei den Seelsorgenden zu melden.

 

Der Pfarreirat – Begleitung der seelsorgerlichen Tätigkeit

Wie an der Kirchgemeindeversammlung zu vernehmen war, haben sich die Seelsorger Erika Trüssel und Thomas Portmann schon seit einiger Zeit Gedanken über die Gründung eines Pfarreirates gemacht. Im Gespräch mit dem Pfarreirat von Ruswil wurden sie in ihrer Idee bestärkt. Auch der Wolhuser Kirchenrat steht hinter dem Vorhaben.

Jetzt soll der Plan verwirklicht und an der kommenden Frühlingsversammlung vom 23. April 2012 ein Pfarreirat zur Wahl vorschlagen werden.

Thomas Portmann sieht die Aufgaben des Pfarreirates in der Unterstützung, Beratung und Begleitung der seelsorgerlichen Tätigkeiten. „Seelsorge macht nur Sinn, wenn sie getragen wird von den Menschen, die vor Ort leben. Die Selbstkompetenz einer Pfarrei ist sehr wichtig. Wir erachten die Gründung eines Pfarreirates als grosse Chance für unsere Pfarrei“, so Thomas Portmann gegenüber der Versammlung.

 

 

Text und Bild [Lisbeth Wicki]

   

 

 

   Seit Mitte Oktober arbeitet Patricia Lustenberger-Schrag auf dem Pfarramt.

Sie ersetzt Helene Steffen, welche eine neue berufliche Herausforderung angenommen hat.

m Bild: Patricia Lustenberger (links) mit ihrer Sekretariatskollegin Martha Hodel.

 


 

 

Steinhuserberg 40-jähriges Bestehen der Kirche St. Anna

 

Die Stille und besondere Ausstrahlung laden zur Einkehr

 

Ein mutiger Entscheid machte den Bau der modernen Kirche möglich. Das Gotteshaus an wunderschöner Aussichtslage und mit besonderer Atmosphäre wird regelmässig von Menschen aufgesucht.  

 

Am Sonntag, 3. Oktober 1971, wurde die neue Kirche auf dem Steinhuserberg durch Bischof Anton Hänggi feierlich eingeweiht. Fast auf den Tag genau 40 Jahre später stand das Gotteshaus, welches unter dem Patrozinium der Heiligen Mutter Anna steht, wieder im Mittelpunkt. Am 2. Oktober 2011 wurden nämlich das 40-jährige Bestehen der Kirche sowie das Erntedankfest gefeiert (siehe separaten Bericht dazu).

Projektwettbewerb

Als Vorgängerin der neuen Kirche hatte auf dem Steinhuserberg unterhalb des Schulhauses seit über 300 Jahren eine Kapelle gestanden. Diese stammte aus dem Jahr 1661 und ging gemäss Legende auf eine Begebenheit im Bauernkrieg zurück. Als die Kapelle trotz Erweitung zu klein geworden war und renovationsbedürftig wurde, drängte sich in den 1960er-Jahren der Kirchenneubau auf.

Eine eingesetzte Studienkommission schrieb unter vier Architekten einen entsprechenden Wettbewerb aus. Dieser wurde schliesslich 1966 vom renommierten Architekturbüro Naef, Studer & Studer aus Zürich mit dem Projekt „Michael“ gewonnen (siehe Kasten).
Nach der Zustimmung durch die Kirchgemeindeversammlung 1969 war der Weg frei für den Kirchenneubau oberhalb des Schulhauses mit Gesamtkosten von 903 000 Franken.

Bereits 1970 erfolgte die Grundsteinlegung, im Juli 1971 die Weihung der drei Glocken und schliesslich im Oktober desselben Jahren die Einweihung der Kirche. Die alte Kapelle wurde abgerissen.

Herausforderungen

Es war zu jener Zeit ein mutiger Entscheid der Jury und der Planungskommission, anstelle der alten Kapelle ein solch aussergewöhnliches und modernes Projekt mit provozierender Farbgestaltung und Materialwahl zur Ausführung zu empfehlen. Der Kirchenneubau war denn auch umstritten.

So löste beispielsweise auch die Frage über die Bestuhlung rege Diskussionen aus. Die Bevölkerung vom Steinhuserberg wurde zur Aussprache mit der Baukommission geladen und mit dem Car gings zur Besichtigung der Kirche in Buttikon, welche mit Stühlen ausgestattet war. Auf dem Steinhuserberg entschied man sich schliesslich für Bänke.

Die Kirche auf dem Berg steht zwar auf einem schönen Aussichtspunkt. Die exponierte Lage bewirkte aber auch, dass der Bau verschiedentlich an der Aussenfassade renoviert werden musste. Diese Erneuerungen befriedigten nur zum Teil und so drängte sich im Jahr 2001 eine umfassende Aussenrenovation auf.

Beliebter Gebetsort

Seit Beginn nimmt Hedy Schaller-Bühler, unterstützt von der Familie, den Dienst der Sakristanin auf dem Steinhuserberg wahr. Es seien die vielen Begegnungen mit den Menschen, welche ihre Arbeit so bereicherten, stellt Hedy Schaller fest.

Auf dem Berg wird zwar nur noch zu bestimmten Kirchenfesten ein Gottesdienst gefeiert, dennoch ist die St. Anna Kirche ein gern besuchter Ort für Hochzeiten und Wallfahrten. Es finden auch Sterbegebete, Tauffeiern, eine Maiandacht und ein Weihnachtsspiel statt.

Regelmässig kommen Menschen her, um die Stille und die besondere Ausstrahlung auf sich wirken zu lassen und um zu beten. Und für die Steinhuserbergler war und ist die Kirche ein verbindender Mittelpunkt. [Lisbeth Wicki]

 

 
Bestechende Form und schlichte Gestaltung

Die Kirche Steinhuserberg wurde durch das renommierte Architekturbüro Naef, Studer & Studer aus Zürich erbaut. Dieses hatte sich Ende der sechziger, Anfang der siebziger Jahre schweizweit einen Namen als Kirchenspezialist gemacht. Runde, konkave und konvexe Formen und Elemente bestimmten dessen Bauten.
Allgemein war in dieser Zeit beim Kirchenbau und der Kirchengestaltung ein Aufbruch sichtbar, stark beeinflusst durch das zweite vatikanische Konzil. So musste der Altarbezirk nicht mehr separiert werden, sondern sollte direkt in die Gemeinschaft der Gläubigen einbezogen werden. Dies liess andere Formen der Grundrissgestaltung mit mehr formalen und funktionalen Elementen zu.

Diese neue Kirchenarchitektur beeinflusste auch den Neubau auf dem „Berg“. Die Kirche Steinhuserberg besticht in erster Linie durch die Form. Dank der speziellen Gestaltung des Innenraumes kann hier auf den üblichen Innenschmuck verzichtet werden. Der Raum allein wirkt aufgrund seiner Architektur und löst bei den Besuchern automatisch eine beruhigende Wirkung aus. Auch bei den Nebenräumen sowie beim Saal im Obergeschoss wurde die schlichte Gestaltung konsequent durchgezogen.

Im Innern der Kirche erfolgt der Einbezug der Natur und der herrlichen Aussicht nur spärlich  mit einer Fensterfront im Eingangsbereich, die auch den Hauptanteil des einfallenden Lichtes liefert. Die Lichtführung im Altarbereich ist zurückhaltend durch scheinbar willkürlich gewählte, verschieden grosse Öffnungen. Diese sind an den Aussenwänden auf verschiedenen Höhen oder auf dem Dach, sozusagen als Licht vom Himmel, angeordnet. Je nach Wetter, wird somit im Innenraum eine spezielle Stimmung geschaffen. Durch den dunkelblauen Farbanstrich des Deckentäfers wurde symbolisch eine Art Himmel geschaffen.

Quelle: Bericht des Architekten Hubert Aregger, Wolhusen-Markt, anlässlich der Aussensanierung 2001[Lisbeth Wicki]

 

Durch die gerundete Zuwendung der Bänke nach vorn kommt die Gemeinschaft besser zum Ausdruck.

Das Blau der Decke wurde mit der Komplementärfarbe Orange in den Beichtstühlen kombiniert.

 

 

 

Die Kirche auf dem Steinhuserberg umfasst das Kirchenschiff mit 200 Sitzplätzen, die Sakristei und ein Sprechzimmer

sowie einen kleinen Saal mit rund 60 Plätzen. 1989 wurde die Kirche zudem mit einer Kleinorgel ausgestattet.

 

Bilder [Lisbeth Wicki] 

  


Katholische Kirchgemeindeversammlung vom 18. April 2011

Seelsorger Thomas Portmann erhält die bischöfliche Beauftragung

 

Die Verwaltungsrechnung 2010 wurde einstimmig genehmigt. Die klare Information durch Bischofsvikar Ruedi Heim sowie die Stellungnahmen durch Thomas Portmann und Philipp Steffen zeigten die Zukunft von Pfarreileitung und Seelsorge auf.

 

Der Aufmarsch zur katholischen Kirchgemeindeversammlung in Wolhusen vom Montag, 18. April, war gross. Die 148 Stimmberechtigten im vollbesetzten Andreasheimsaal interessierten sich neben der Verwaltungsrechnung 2010 wohl insbesondere für die Zukunft von Pfarreileitung und Seelsorge in Wolhusen.  

Neue Leitung für Pfamigruppe

Kirchenratspräsident Philipp Steffen eröffnete die Versammlung mit einem kleinen Jahresrückblick. Demnach wurde die Pfarreileitung ad interim von Thomas Portmann und Erika Trüssel im September 2010 ergänzt durch Nicole Sigrist, welche in einem 50%-Pensum im Jugendseelsorgebereich tätig ist.

In der Pfamigruppe hat Fränzi Bucher die Nachfolge von Robi Meierhans angetreten und die Leitung übernommen. Weitere Mitglieder für die Pfarmigruppe werden gesucht.
Laut Philipp Steffen sind die neuen Parkplätze bei der Kirche grösstenteils vermietet. Es ist geplant, hier gegen das unbefugte Parkieren eine schwenkbare Abschrankung zu montieren. Demnächst sollen zudem die Parkplätze rund um Kirche bewirtschaftet werden.

Rückstellung von 50 000 Franken

Im Weiteren erläuterte Kirchmeier Rolf Schürmann den Anwesenden die erfreuliche Verwaltungsrechnung 2010. Diese schliesst mit einem Ertragsüberschuss von 41 345.12 Franken und einer Nettoinvestitionszunahme von 117 041.30 Franken ab.

Besondere Erwähnung fand unter anderem eine Rückstellung von 50 000 Franken. Laut Kirchenrat Peter Bucher wurde diese für eventuell anfallende (Anwalts-)kosten im Zusammenhang mit einer Hangsanierung an der Burghalde getätigt. Die katholische Kirchgemeinde wird vom betroffenen Grundeigentümer beschuldigt, für den Hangrutsch verantwortlich zu sein. Ein Rechtsbegehren ist im Gange.

Erfreuliche Rechnung gutgeheissen

Insgesamt standen an der Versammlung aber positive Rechnungszahlen im Mittelpunkt. Der gute Abschluss 2010 sei willkommen, sähe doch der Finanzplan für die kommenden Jahre nicht sehr rosig aus, meinte Silvan Brügger, Präsident der Rechnungskommission, treffend.

Die Versammlung hiess schliesslich die Verwaltungsrechnung 2010 einstimmig gut. Ebenfalls einstimmig wurde beschlossen, den Ertragsüberschuss der Laufenden Rechnung 2010 als Einlage in die Vorfinanzierung „Umbau Pfarrhaus“ zu verwenden.

Jungwacht sucht Präses

An der Versammlung war zu vernehmen, dass es vom pastoralen Entwicklungsraum Ruswil-Werthenstein-Wolhusen gegenwärtig keine Neuigkeiten zu vermelden gibt. Zum Stand der laufenden Projektarbeiten wird zu gegebener Zeit informiert.

Seelsorger Thomas Portmann gab bekannt, dass der Blauring mit Eveline Wicki-Egli eine neue Präses hat. Die Jungwacht dagegen ist weiterhin auf der Suche nach einem Nachfolger für Präses Lukas Bossert, der nach dem Sommerlager zurücktritt. Interessierte werden gebeten, sich zu melden.

Im Weiteren wurde die sehr gute Nutzung des Josefshauses vorgestellt. Hierher verlegen vorübergehend auch die Ärzte Joseph und Raymond Thalmann ihre Tätigkeit, während ihre eigene Praxis umgebaut wird.

Ruedi Heim informierte

Einzelne Wolhuser Pfarreimitglieder haben vor der Glaubenskongregation der katholischen Kirche Vorwürfe gegen Seelsorger Thomas Portmann vorgebracht. Konkret geht es um die Art und Weise der Gottesdienstführung von Thomas Portmann.

Wie Bischofsvikar Ruedi Heim an der Kirchgemeindeversammlung informierte, konnten diese Vorwürfe im März in einer Aussprache mit Bischof Felix Gmür, Bischofsvikar Ruedi Heim, Kirchenratspräsident Philipp Steffen sowie Thomas Portmann ausdiskutiert und geklärt werden.

Im Weiteren wurde an der Versammlung bekannt gegeben, dass Thomas Portmann in den kommenden zwei Jahren die sogenannte Berufseinführung, das Nachdiplomstudium für die Einführung in die praktische Seelsorge im Bistum, absolvieren wird. Ein Jahr dieser berufsbegleitenden Weiterbildung wird Thomas Portmann in Wolhusen tätig sein, ein weiteres in einer anderen Pfarrei.

Noch vor Beginn der Berufseinführung wird Thomas Portmann die Missio, die bischöfliche Beauftragung für den Seelsorgedienst erhalten.   

Wichtige Fragen geklärt

Abschliessend bedankte sich Philipp Steffen bei allen Pfarreimitgliedern fürs Engagement. Mit Blick auf die zukünftige Pfarreileitung und Seelsorge meinte er: „Ich bin überzeugt, dass wichtige Fragen geklärt sind und dass sich die Pfarrei nun wichtigen Aufgaben zuwenden kann.“ [Text und Bild: Lisbeth Wicki]     

 

 
Ruedi Heim informiert

 


 

Pfarrhaus: Der Umbau ist gelungen und die Wohnung bereits vermietet

 

Das Pfarramt wurde am bisherigen Standort vergrössert und erneuert. Aus der danebenliegenden Wohnung ist ein grosszügiges Zuhause mit separatem Eingang entstanden. Wer das neue Pfarrhaus sieht, ist des Lobes voll. 

 

Der Umbau des Pfarrhauses begann am 18. Oktober 2010. In einer ersten Phase wurde das Pfarramt im östlichen Teil des Gebäudes erweitert und erneuert. Bereits Ende Februar 2011 konnten die beiden Sekretärinnen und die drei Mitglieder des Seelsorgeteams das  Provisorium in den Nebenräumlichkeiten verlassen und die neuen Arbeitsplätze beziehen. „Es ist super geworden“, schwärmt Martha Hodel vom Sekretariat.  

Junge Familie eingezogen

In einer zweiten Etappe wurde anschliessend die viereinhalb-Zimmer-Wohnung im Westen des Pfarrhauses saniert. Diese Arbeiten wurden Ende April abgeschlossen. Die Wohnung ist an Peter und Stefanie Kurmann-Brun mit Sohn Juri vermietet. „Das Pfarrhaus bietet unserer Familie viel Platz an zentraler Lage. Der Umbau ist sehr gelungen“, lobt Peter Kurmann.  

Auch Philipp Steffen, Präsident der Baukommission und des Kirchenrats, zeigt sich sehr zufrieden: „Beim Bauen hat alles gut geklappt und die Arbeiten sind speditiv verlaufen.“ Das Bauprojekt konnte rund einen Monat früher beendet werden als geplant.

Umbau mit Herausforderungen

Laut Steffen stellte der Umbau des Pfarrhauses zum Teil eine rechte Herausforderung dar. Insbesondere der Einbau der neuen Treppe im Pfarramt war nicht einfach, mussten doch die Decken mit eingelegter Bodenheizung ins Unter- und ins Obergeschoss geschnitten werden.

Dank diesem Treppeneinbau konnte für das Pfarramt genügend Platz auf drei Etagen geschaffen und die danebenliegende Wohnung räumlich abgetrennt werden.

Im Gegenzug hat die viereinhalb-Zimmer-Wohnung einen eigenen Eingang erhalten. Zu den sehr grosszügigen Räumlichkeiten auf drei Stockwerken gehören hier auch zwei Nebenräume und eine Garage im Untergeschoss.

Das gesamte Bauprojekt umfasste die Innensanierung des Pfarrhauses. Die Aussenfassade bleibt unverändert bestehen und bei den Umgebungsarbeiten wurde nur gerade das Allernötigste gemacht.    

Lebhafter Betrieb

Philipp Steffen ist überzeugt, dass der Auftrag der Bürger nun umgesetzt ist. Das Pfarrhaus ist der Pfarrei erhalten geblieben und wieder voll besetzt. Zudem konnte das Pfarramt am bisherigen Standort den Bedürfnissen entsprechend ausgebaut werden.

Die Sanierung mit einer Budgetvorgabe von 467 000 Franken erfolgte sehr kostenbewusst, nichtsdestotrotz: das Resultat kann sich sehen lassen. Hell, freundlich, modern aber auch überraschend grosszügig präsentiert sich das neue Pfarrhaus von innen.

Am 29. April war die interessierte Bevölkerung zur Besichtigung des umgebauten Pfarrhauses eingeladen, bevor anderntags die Mieter die Wohnung bezogen. [Text und Bilder: Lisbeth Wicki]

 

 

 

Der neu gestaltete Eingang im Pfarramt mit der eingebauten Treppe (links im Bild) wirkt sehr einladend und freundlich. Im Bild: Philipp Steffen, der zusammen mit Sales Blum, Josef Gasser, Martha Hodel und  Rolf Schürmann die Baukommission bildete.  

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Die renovierte viereinhalb-Zimmer-Wohnung hat einen eigenen Eingang erhalten und wurde Ende April von einer jungen Familie bezogen.

Im Bild: Blick von der neuen Küche in die grosszügigen Wohnräume.

Das Pfarramtsekretariat wurde am bisherigen Standort erneuert. Im Bild: Martha Hodel an der Arbeit.

 


 

Katholische Kirchgemeindeversammlung

 

Wegweisender Entscheid muss bis im nächsten April gefällt sein

 

Die Stimmberechtigten hiessen den Voranschlag 2011 mit einem Aufwandüberschuss von 81 900 Franken geschlossen gut. Die Informationen betreffend Pfarreileitung sorgten für Betroffenheit.

 

Nur gerade 60 Stimmberechtigte besuchten die zügig verlaufene Budgetversammlung der katholischen Kirchgemeinde Wolhusen vom Montag, 29. November, im Andreasheim. Dies lag wohl daran, dass der Voranschlag 2011 ohne grosse Diskussionen einstimmig genehmigt wurde. Es sind ein Minus von 81 900 Franken in der Laufenden Rechnung 2011 und eine Nettoinvestitionszunahme von 194 800 Franken veranschlagt. Die Versammlung stimmte zudem dem Steuerfuss von 0.35 Einheiten (wie bisher) geschlossen zu. 

Untersuchung erwirkt

Auf der anderen Seite sorgten die Stellungnahmen von Kirchgemeindepräsident Philipp Steffen und Seelsorger Thomas Portmann zur aktuellen Situation betreffend Pfarreileitung für Betroffenheit unter den Anwesenden.

Die beiden liessen verlauten, dass gegen die Amtsführung und die Auffassungen von Thomas Portmann beim Bischofsvikar Ruedi Heim im Herbst Vorwürfe deponiert wurden, woraufhin die Gespräche betreffend Missio vom Bistum her ausgesetzt wurden. Die Namen der Beschwerdeführer wurden anonym gehalten.

Im Weiteren erwirkte Sr. Maria Gabriela Hofstetter (eine gebürtige Wolhuserin, welche in einem Kloster in Österreich lebt) über die Glaubenskongregation in Rom und über Bischof Kurt Koch eine Untersuchung gegen Thomas Portmann. 

An der Versammlung war auch zu vernehmen, dass der Kirchenrat sowie zahlreiche weitere Personen aus der Kirchgemeinde mit massiven Drohbriefen von Sr. Maria Gabriela Hofstetter belästigt wurden. Dies wurde inzwischen durch deren Klosterleitung unterbunden.

Berufseinführung geplant

Philipp Steffen betonte, dass der Kirchenrat nach wie vor hinter der Pfarreileitung ad interim durch Thomas Portmann und Erika Trüssel stehe. Es sei richtig, dass die beiden Seelsorger bis zum heutigen Zeitpunkt keine Missio des Bischofs bekommen hätten. „Es muss aber gesagt werden, dass der Kirchenrat sich bereits vor Amtsantritt von Thomas Portmann immer bemüht hat und dies auch immer noch macht, Gespräche in dieser Richtung zu führen.“

Thomas Portmann plant, in absehbarer Zeit das zweijährige, berufsbegleitende Nachdiplomstudium „Berufseinführung“ zu absolvieren, um dann offiziell die Pfarreileitung zu übernehmen. Die Berufseinführung gilt im Bistum Basel als Voraussetzung für die Übernahme eines kirchlichen Dienstes. Thomas Portmann möchte dieses Nachdiplomstudium in der Pfarrei Wolhusen machen. Das Bistum sieht dies anders und fordert die Berufseinführung in einer anderen Pfarrei, wofür Philipp Steffen an der Versammlung kein Verständnis zeigte. 

Entscheid zur Missio

Auf Druck des Wolhuser Kirchenrates würden nun weitere Gespräche mit dem Bistum stattfinden. Und an der nächsten Kirchgemeindeversammlung vom 18. April 2011 müsse eine Entscheidung vorliegen, wie es aus Sicht des Bistums in Wolhusen weitergehen werde, so Philipp Steffen. „Dann wird Bischofsvikar Ruedi Heim persönlich an der Kirchgemeindeversammlung in Wolhusen anwesend sein und informieren.“

Auch für Thomas Portmann ist klar, dass bis zum 18. April 2011 fest stehen muss, ob eine Missio für ihn unter den gegebenen Umständen möglich ist oder nicht. Thomas Portmann macht davon seine weitere Zukunft in der Pfarrei Wolhusen abhängig.

„Das Mass ist jetzt voll und eine solche Belastungsprobe ist letztendlich für alle Beteiligten und die Zukunft der Pfarrei nicht zumutbar“, erklärte der Seelsorger gegenüber der Versammlung.

Diskussionsabende geplant

Thomas Portmann zeigte grosses Verständnis dafür, dass die aktuelle Situation in der Pfarrei Wolhusen Verunsicherung und Ängste insbesondere bei älteren Personen auslöst. „Ich möchte betonen, ich weigere mich nicht gegen inhaltliche Diskussionen. Aber ich weigere mich entschlossen gegen ein solches Vorgehen in der Anonymität.“

Neben den geplanten Gesprächen mit dem Bistum soll auch in der Pfarrei Wolhusen der Dialog geführt werden. So laden Thomas Portmann und Erika Trüssel alle Interessierten am 11. und 27. Januar 2011 zu einem Informations- und Diskussionsabend ein. Dabei sollen die Themen „Kommunionverständnis“ und „Gottesbild“, die den Hauptgegenstand der Vorwürfe bilden, zur Sprache kommen. Die beiden Veranstaltungen werden zu gegebener Zeit öffentlich angekündigt.

Votum für Thomas Portmann

Auf die beiden Stellungnahmen hin meldete sich aus der Versammlung Ruedi Portmann zu Wort. Er rief dazu auf, für den Seelsorger alles zu unternehmen. „Ich kann es fast nicht glauben, dass wir wieder bei alten Zuständen angelangt sind. Es darf nicht soweit kommen, dass Thomas Portmann deswegen den Dienst quittieren muss“, so Portmann, dessen Votum von der Versammlung mit Applaus bekräftigt wurde.

Pfamigruppe sucht Mitglieder

Philipp Steffen informierte über den aktuellen Stand der Bauarbeiten beim Pfarrhaus, welche Mitte November aufgenommen wurden. In der entsprechenden Baukommission sind Martha Hodel, Rolf Schürmann, Josef Gasser, Sales Blum und Philipp Steffen.

Es wurde erklärt, dass das Projekt „Pastoralraum Werthenstein-Wolhusen-Ruswil“ noch ganz am Anfang stehe und zurzeit keine weiteren Informationen dazu zu vermelden seien.

Seelsorgerin Erika Trüssel rief dazu auf, sich für die Mitarbeit in der Pfamigruppe zu melden. In diesem Zusammenhang wurde insbesondere Robi und Annerös Meierhans sowie Maria Theiler gedankt, welche neben anderen Personen die Pfamigruppe verlassen werden.

 

[Lisbeth Wicki] 

 

 

 

 Es war nicht der traktandierte Voranschlag 2011, sondern die Information betreffend Pfarreileitung, welche in den Mittelpunkt der Kirchgemeindeversammlung im Andreasheim (im Bild) rückte.

 

Bild [Lisbeth Wicki]

 


 

Angespannte Finanzlage einerseits – sehr erfreuliche Situation im Josefshaus andererseits

 

Budget-Kirchgemeindeversammlung am Montag, 29. November

 

Der Voranschlag 2011 sieht einen Aufwandüberschuss von 81 900 Franken vor. Es sind Investitionen von knapp 195 000 Franken vorgesehen. Der Um- und Ausbau des Pfarrhauses wurde kürzlich begonnen.

 

Bei einem Gesamtaufwand von rund 1,6 Millionen Franken weist der Voranschlag 2011 der katholischen Kirchgemeinde Wolhusen einen Aufwandüberschuss von 81 900 Franken aus. Kirchmeier Rolf Schürmann sieht den Hauptgrund für dieses Minus hauptsächlich im erwarteten Rückgang des Steuerertrages, dies aufgrund von Gesetzesrevisionen.

Demgegenüber entlasten die Abschreibungen auf dem Verwaltungsvermögen, welche gemäss Weisung der Landeskirche neu sechs Prozent (bisher acht Prozent) betragen, die Rechnung 2011. Sowohl beim Sach- wie auch beim Personalaufwand sind keine wesentlichen Änderungen gegenüber dem Vorjahr budgetiert. Der Voranschlag 2011 sieht einen unveränderten Steuerfuss von 0.35 Einheiten vor.

Angespannte Finanzlage

Ein Blick auf die folgenden Rechnungsjahre zeigt eine angespannte Finanzsituation auf. So weist der Finanzplan 2012 bis 2015 jährliche Aufwandüberschüsse von bis zu 175 000 Franken aus. Die von der Landeskirche geforderte ausgeglichene Rechnung über diese Planperiode kann somit nicht erreicht werden.

„Im Hinblick auf diese schwierigen Rechnungsjahre wollen wir insbesondere den baulichen und übrigen Unterhalt unserer Häuser und damit deren Substanzerhaltung gewährleisten“,

so Kirchmeier Rolf Schürmann.

Verschiedene Investitionen

Das budgetierte Investitionsvolumen 2011 beträgt 194 800 Franken. Es umfasst einerseits den Start zur Aussensanierung der Pfarrkirche. Für 50 000 Franken sollen die entsprechende Planung und die ersten Arbeiten aufgenommen werden.

Es ist auch vorgesehen, im Rahmen des Parkraumkonzeptes der politischen Gemeinde die Parkfelder rund um die Kirche zu bewirtschaften. Für die dazu benötigten Parkuhren hat die Kirchgemeinde 30 000 Franken veranschlagt.

Zudem sind ein neues Pfarreiarchiv im Untergeschoss des Pfarrhauses für 33 800 Franken und der Neubau der südlichen Stützmauer beim Pfarrhaus für 20 000 Franken veranschlagt.
50 000 Franken sind für die Erstellung eines Musikschul-Bandraumes, kleinere Sanierungen in Musikschul-Zimmern sowie die Erhöhung eines Korridor-Geländers im Josefshaus vorgesehen. 11 000 Franken gehen an die Sanierung der Klappergasse.

Umbau Pfarrhaus hat begonnen

Für den Um- und Ausbau des Pfarrhauses haben die Stimmberechtigten an der letzten Kirchgemeindeversammlung einen Kredit von insgesamt 467 000 Franken gesprochen. Davon werden 50 000 Franken noch in diesem Jahr und die restlichen 417 000 Franken im Jahr 2011 eingesetzt. 

Im November konnte mit der ersten Phase dieses Bauprojekts begonnen werden. So wurde ein neuer Zugang erstellt und das Pfarramt in die daneben liegende Pfarrhaus-Wohnung gezügelt.  

Dachwohnung im Josefshaus vermietet

Sehr zufrieden zeigte sich Rolf Schürmann über die Situation im Josefshaus: „Nach den getätigten grossen Investitionen in den vergangenen Jahren ist es sehr wertvoll für uns, dass das ganze Haus jetzt fast komplett vermietet ist. Für die drei noch leer stehenden Räume liegen zudem bereits konkrete Anfragen vor.“ Der Kirchmeier ergänzt, dass auch die Infrastruktur mit den beiden Sälen rege genutzt werde. Und seit anfangs Oktober ist die Dachwohnung an eine sechsköpfige Wolhuser Familie vermietet. [Lisbeth Wicki]

 

Kirchgemeindeversammlung

Die katholische Kirchgemeinde Wolhusen lädt am Montag, 29. November, um 20 Uhr zur Kirchgemeindeversammlung ins Andreasheim ein. Es sind der Voranschlag 2011 und die Orientierung zum mehrjährigen Finanzplan traktandiert. Zudem wird über die Pfarrei und Seelsorge informiert. [Lisbeth Wicki]

 

Kürzlich wurde der Um- und Ausbau des Pfarrhauses in Angriff genommen.

So wurde am Mittwoch, 10. November, ein Zugangsweg zum verlegten Eingang erstellt.

Das Pfarramt wurde für diese erste Bauphase in die benachbarte Pfarrhaus-Wohnung gezügelt.

Bild [Lisbeth Wicki] 


 

Das Pfarramt bleibt im Pfarrhaus

Rekordaufmarsch zur katholischen Kirchgemeindeversammlung im Andreasheim

Die Versammlung hiess den Ausbau des Pfarramtes und den Einbau einer 4 ½-Zimmerwohnung im Pfarrhaus für 467 000 Franken gut. Die Verwaltungsrechnung 2009 mit einem Ertragsüberschuss von 159 333 Franken wurde genehmigt. Für Gesprächsstoff sorgte unter anderem eine Anfrage zur Pfarreileitung.  

Das Andreasheim Wolhusen platzte am Montag, 29. März, aus allen Nähten, als sich 188 Stimmberechtigte zur Kirchgemeindeversammlung einfanden. Diese dauerte rekordverdächtige dreieinhalb Stunden. Es war insbesondere die Frage nach dem zukünftigen Standort des Pfarramtes, welche für rege Diskussionen sorgte.

Kirchenrat für Verlegung ins Josefshaus

Kirchenratspräsident Philipp Steffen erläuterte der Versammlung die zwei vorliegenden Varianten zum zukünftigen Standort des Pfarramtes mit Verlegung ins Josefshaus (Kostenvoranschlag von 66 100 Franken) oder mit Verbleib im Pfarrhaus (Kostenvoranschlag von 467 000 Franken).

Der Kirchenrat sprach sich klar für die Variante Josefshaus aus. Dies stelle die wirtschaftlich günstigste und idealste Lösung dar und es könnten Synergien genutzt werden. Laut Kirchmeier Rolf Schürmann könne sich die Kirchgemeinde die teure Variante Pfarrhaus gar nicht leisten. Diese hätte gemäss Finanzplan massiv höhere Aufwandüberschüsse zur Folge. Insbesondere in den Jahren 2013 und 2014 wären es jeweils über 200 000 Franken.  

Dass eine Pfarramts-Verlegung ins Josefshaus auch betreffend Erreichbarkeit keine Nachteile mit sich bringen würde, wurde anhand einer Zählung aufgezeigt. Demnach wurden im Pfarramt seit anfangs Jahr durchschnittlich nur 14 Besuche pro Woche registriert.

Zusammenspannen im Pastoralraum

Seelsorger Thomas Portmann stellte gegenüber der Versammlung fest, dass bei der Diskussion um den zukünftigen Standort des Pfarramtes mehr dahinter stecke und es auch um die Themen Pfarrer und Pfarrhaus gehe. „Die heutige Situation ohne Pfarrer ist neu für uns und löst insbesondere bei älteren Menschen Verunsicherung und Angst aus“, stellte Portmann fest. Die personelle Situation in der Seelsorge sei aber sehr schwierig. „Die Priesterfrage muss im geplanten Pastoralraum mit Wolhusen, Werthenstein und Ruswil gemeinsam angegangen werden. Wir müssen hier zusammenspannen, um eine tragfähige Lösung mit Zukunft zu finden“, erklärte der Seelsorger und hielt fest: „Ein Pfarrhaus als solches in dieser Grössenordnung brauchen wir nicht mehr.“

Finanzielles Risiko?

Unterstützung für das Josefshausmodell bekam der Kirchenrat unter anderen von Hans Riedweg. Er wies auf das grosse finanzielle Risiko der teuren Variante Pfarrhaus hin. Es seien die Jungen, die zukünftig eine solche finanzielle Last zu tragen hätten. Riedweg meinte zudem: „Unser Glaube ist nicht gebunden an ein Pfarrhaus.“.  

Sorgen um den Finanzhaushalt der Kirchgemeinde bei einem Umbau des Pfarrhauses äusserte auch Franz Meyer. Der Kirchenrat habe in diesem Zusammenhang nur ungenügende Unterlagen erarbeitet. Deshalb beantragte Meyer die Verschiebung des Geschäfts auf die Dezember-Versammlung, was von der Versammlung aber deutlich abgelehnt wurde.

Demgegenüber sprachen sich Josef Gasser und weitere Personen für die Variante Pfarrhaus aus. Als Mitglied der „Gruppe für den Erhalt des Pfarrhauses“, welche am Montag, 29. März,  ein entsprechendes Flugblatt in die Haushaltungen verschickt hatte, meinte Gasser: „Ich habe die Meinung, unsere Kirchgemeinde ist nicht in einer schwierigen Finanzlage.“ Der Umbau des Pfarrhauses mit der Erweiterung des Pfarramtes und dem Einbau einer 4 1/2-Zimmerwohnung sei ein gutes Projekt. Zudem gelte es, offen zu sein für zukünftige Entwicklungen der Pfarrei.

Geheime Abstimmung

Die Abstimmung zum zukünftigen Pfarramt-Standort erfolgte geheim, gemäss dem Antrag von Albert Studer. Dabei wurde die Variante Josefshaus knapp mit 97 Nein (bei 84 Ja-Stimmen) abgelehnt, und die Variante Pfarrhaus mit 102 Ja (bei 78 Nein-Stimmen) angenommen.

In der Folge genehmigten die Stimmberechtigten mit 119 Ja den Sonderkredit von 467 000 Franken sowie die Darlehensaufnahme von 380 000 Franken für den Umbau Pfarrhaus. Einem weiteren Antrag folgend wurde beschlossen, den Ertragsüberschuss aus der Rechnung 2009 als Vorfinanzierung für den Umbau Pfarrhaus einzusetzen.

Die Jahresrechnung 2009 mit dem Ertragsüberschuss von 159 333.45 Franken (Der EA berichtete dazu am 12. März) wurde einstimmig und ohne Diskussionen gutgeheissen. Kirchmeier Rolf Schürmann hatte den erfreulichen Rechungsabschluss ausführlich erläutert und erntete für seine vorbildliche Rechnungsführung viel Lob.   

Neue Mitglieder gewählt

Im Weiteren informierte Philipp Steffen, dass der Kirchenrat für weitere vier Jahre in stiller Wahl gewählt ist. Für die zurücktretende Kirchenrätin Antoinette Unternährer wurde Lisbeth Wechsler ernannt, Hans Koch (Mitglied der Rechnungskommission) wird durch Rita Bigler ersetzt und anstelle von Rita Widmer werden Remo Erni als Synodale und Werner Koch als dessen Ersatz amten.

Die Anfrage von Marie-Therese Marberger zur aktuellen Pfarreileitung durch Erika Trüssel und Thomas Portmann (siehe Kasten) sorgte abschliessend für weiteren Gesprächsstoff. [Lisbeth Wicki]

 

Wolhuser Pfarreimodell ohne Pfarrer

Auf Anfrage von Marie-Therese Marberger wurde gegenüber der Versammlung festgehalten, dass die vakante Pfarrerstelle in Wolhusen nicht ausgeschrieben worden sei. Aufgrund des Priestermangels, der offenen Situation bezüglich der Organisation des Pastoralraumes mit Werthenstein und Ruswil und der Zustimmung einer Vielzahl von befragten Pfarreiangehörigen und Pfarreivereinen habe sich der Kirchenrat für diesen Weg ohne Pfarrer entschieden, hielt Seelsorger Thomas Portmann fest.

Portmann machte keinen Hehl daraus, dass das Pfarreileitungsmodell von Wolhusen nicht den Vorstellungen des Bistums entspreche. „Ich bin jedoch der festen Überzeugung, wir können und dürfen Kirche sein und leben, auch wenn wir nicht immer einen Priester haben.“ Es sei bedenklich, in einer Zeit, in der es immer weniger Priester gebe, an einem Kirchenverständnis festzuhalten, das sich ausschliesslich am Priesteramt orientiere. Überdies würde ja regelmässig auch zu Eucharistiefeiern mit Aushilfen eingeladen, so Portmann.

Er führte weiter aus, dass er bis jetzt noch keine Missio (= bischöfliche Beauftragung) habe. „Ich habe meine persönlichen und familiären Interessen über die des Bistums gestellt, als ich die Stelle in Wolhusen, meiner Heimatpfarrei, angetreten habe.“ Gespräche mit den Bistumsverantwortlichen zur Klärung der Situation hätten jedoch schon stattgefunden und ein weiteres Treffen stehe kurz bevor.

Marie-Therese Marberger zeigte sich mit der aktuellen Situation in der Pfarrei nicht zufrieden. Demgegenüber stellte sich Herbert Schürmann mit einem klaren Votum hinter die Wolhuser Pfarreiverantwortlichen, was die grosse Mehrheit der Versammlung mit einem kräftigen Applaus unterstrich.[Lisbeth Wicki]

 

 

    Der Weg aufs Pfarramt wird auch zukünftig zum Pfarrhaus führen.
Bild [Lisbeth Wicki]


 

Zwei Varianten zum zukünftigen Standort des Pfarramtes

 

Die Kirchgemeindeversammlung findet am 29. März im Andreasheim statt  

 

Die Stimmberechtigen haben über die Verlegung des Pfarramtes ins Josefshaus für  66 000 Franken oder den Verbleib im Pfarrhaus für 467 000 Franken zu befinden. Zur Abstimmung wird auch eine erfreuliche Verwaltungsrechnung kommen.

 

Das Pfarramt der katholischen Kirchgemeinde Wolhusen, welches im Pfarrhaus untergebracht ist, braucht dringend mehr Platz. Zudem steht der restliche, grössere Teil des Pfarrhauses nach dem Wegzug des ehemaligen Pfarrers Hans Kunz leer. Auch die Hauswartswohnung im Josefshaus ist seit Sommer 2009 verwaist.

Um langfristig eine optimale Lösung für die erwähnten Räumlichkeiten zu finden, schlug der Kirchenrat an der Kirchgemeindeversammlung vom 1. Dezember 2009 die Verlegung des Pfarramtes ins Josefshaus vor. Ein späterer Verkauf des Pfarrhauses wurde dabei nicht ausgeschlossen.

Eine knappe Mehrheit der Versammlungsteilnehmenden war damals mit dem Vorschlag des Kirchenrates nicht einverstanden und hiess einen Antrag gut. Dieser verlangte, das Geschäft auf die Frühlingsversammlung zu verschieben. Gleichzeitig solle eine zweite Variante mit Verbleib des Pfarramtes im Pfarrhaus ausgearbeitet werden.

Verlegung ins Josefshaus bevorzugt

Die inzwischen vorliegenden beiden Varianten zum zukünftigen Standort des Pfarramtes werden an der Kirchgemeindeversammlung vom 29. März zur Abstimmung kommen.

Nach wie vor bevorzugt der Kirchenrat die Verlegung des Pfarramtes in die leere Hauswartswohnung im Josefshaus. „Dies ist die wirtschaftlich günstigste und idealste Lösung“, ist Kirchenratspräsident Philipp Steffen überzeugt. „Mit einem minimalen Aufwand von 66 000 Franken kann die nicht mehr benötigte Hauswartswohnung im Josefshaus kostengünstig und zweckmässig in Büros umgebaut werden.“

Zudem ist der Kirchenrat überzeugt, dass am Standort Josefshaus Synergien mit dem Kirchmeieramt und weiteren Mietern genutzt werden können. Und im geplanten Pastoralraum mit den Pfarreien Wolhusen, Werthenstein und Ruswil werde ein Pfarrhaus als solches nicht mehr benötigt, da in den Pastoralräumen keine eigentlichen Ortspfarrer mehr vorgesehen sind, findet der Kirchenrat. Er fasst deshalb bei Annahme der Variante Josefshaus den Verkauf oder die Vermietung des Pfarrhauses ins Auge.

Gefällige aber teure Variante Pfarrhaus

Dem gegenüber steht die Variante mit Verbleib des Pfarramtes im Pfarrhaus. Das entsprechende, von Architekt Sales Blum ausgearbeitete Projekt sieht vor, das Pfarramt auf zwei Stockwerken auszubauen sowie eine grosszügige 4 ½-Zimmerwohnung einzubauen.

Aufgrund der komplizierten Bauweise des Gebäudes und des gesetzlich geforderten Waldabstandes ist ein Umbau des Pfarrhauses nicht einfach. Trotzdem bezeichnet der Kirchenrat das vorliegende Projekt als gelungen aber auch als teuer, sind doch Kosten von insgesamt 467 000 Franken veranschlagt. 237 000 Franken würde dabei der Umbau Pfarramt kosten, 230 000 Franken jener der Wohnung. Bei Annahme der Variante Pfarrhaus ist für die leere Josefshauswohnung eine sanfte Renovation mit anschliessender Vermietung vorgesehen.

Erfreuliche Rechnung über den Erwartungen

An der bevorstehenden Kirchgemeindeversammlung im Andreasheim steht auch die Verwaltungsrechnung 2009 zur Beschlussfassung. Kirchmeier Rolf Schürmann wird einen sehr guten Rechnungsabschluss vorlegen können. Bei einem Aufwand von gut 1.97 Millionen   Franken schliesst die Laufende Rechnung 2009 mit einem Ertragsüberschuss von 159 333 Franken. Budgetiert gewesen war ein Mehraufwand von 26 175 Franken.

Dieses über den Erwartungen liegende Resultat kam insbesondere dank Steuer-Mehrerträgen von rund 110 000 Franken und dank Minderausgaben beim Sachaufwand zustande.  

Der Finanzhaushalt der katholischen Kirchgemeinde Wolhusen wies insgesamt eine sehr gute Liquidität auf und die langfristigen Schulden konnten um 146 500 Franken reduziert werden.

Parkplätze bald fertig erstellt

Im abgeschlossenen Rechnungsjahr wurden Investitionen von insgesamt 80 200 Franken getätigt. Für knapp 30 000 Franken (5 000 Franken unter der Budgetvorgabe) erhielt die Dachwohnung im Sigristhaus einen Balkon.

Der Treppenweg Josefshaus wurde für 15 500 Franken knapp über dem Voranschlag saniert. Dem gegenüber wurde die Budgetvorgabe für den Umbau des Bocciabahn-Daches unterschritten. Die Kosten beliefen sich hier auf rund 18 500 Franken.

Der Neubau der Parkplätze bei der Pfarrkirche für 70 000 Franken musste witterungsbedingt unterbrochen werden. Die Arbeiten wurden nun anfangs März wieder aufgenommen und sollen bald abgeschlossen sein.

Text und Foto: [Lisbeth Wicki]

 

 

Das Pfarramt, welches im Pfarrhaus untergebracht ist, braucht dringend mehr Platz.

Im Bild: Seelsorgerin Erika Trüssel in ihrem Büro im Pfarramt.

 


Der Entscheid betreffend Pfarramt-Verlegung ist auf Frühling verschoben

 

Grossaufmarsch an der katholischen Kirchgemeindeversammlung vom Dienstag,1. Dezember

 

Eine knappe Mehrheit der Versammlung hiess den Antrag gut, dass im kommenden Frühling anhand von zwei Vatianten über die Verlegung oder den Verbleib des Pfarramtes abgestimmt werden soll. Im Weiteren wurde das Budget 2010 einstimmig genehmigt.

 

104 Stimmberechtigte sorgten am Dienstag, 1. Dezember, für einen Grossaufmarsch an der katholischen Kirchgemeindeversammlung im Andreasheim Wolhusen. Im Zentrum des Interesses stand dabei die vorgeschlagene Verlegung des Pfarramtes vom Pfarrhaus ins Josefshaus.

 

 

Pfarramt braucht mehr Platz

Der Kirchenrat habe sich den Entscheid, das Pfarramt ins Josefshauses zu verlegen, reiflich überlegt, erklärte Kirchenratspräsident Philipp Steffen gegenüber der Versammlung.

Das Pfarramt brauche dringend mehr Platz, um den gestiegenen Bedürfnissen gerecht zu werden, so Steffen. Zudem stelle sich die Frage nach der Nutzung des Pfarrhauses, wenn Pfarrer Hans Kunz bei seiner Pensionierung Ende Jahr aus dem Pfarrhaus ausziehe.   

Ein Um- und Erweiterungsbau im 31-jährigen Pfarrhaus (im Bild) sei aber aufgrund der komplizierten Bauweise kaum in einem finanziell vernünftigen Rahmen machbar, so Steffen. Dies unterstrich auch Architekt Sales Blum in seinen Erläuterungen.

Der Kirchenratspräsident führte im Weiteren aus, dass die Wohnung im Josefshaus nur schwer weitervermietet werden könne, unter anderem aufgrund des regen Betriebes im Hause und des fehlenden Balkons.

 

Synergien nutzen

Laut Philipp Steffen ist der Einbau des Pfarramtes im dritten Obergeschoss im Josefshaus mit einem mässigen Umbau möglich, die Räumlichkeiten müssten nicht verrissen werden. Zudem sei das Josefshaus rollstuhlgängig und es könnten Synergien genutzt werden mit dem Kirchmeieramt.

Nicht vertretbar sei hingegen der Einbau des Pfarramtes im Erdgeschoss des Josefshauses, da diese Räumlichkeiten rege gebraucht würden und dadurch unverzichtbar seien, meinte Steffen.

„Über die zukünftige Nutzung des Pfarrhauses wird heute Abend kein Entscheid gefällt“, erklärte der Präsident. Er hielt aber fest, dass für den Kirchenrat später die Vermietung oder der Verkauf des Hauses zur Diskussion stünden.

Für eine Verlegung des Pfarramtes sprach sich auch Silvan Brügger, Präsident der Rechnungskommission, aus.

 

Gesamtstrategie überprüfen

Bedenken zur vorgeschlagenen Pfarramts-Verlegung wurden dagegen von Ruedi Widmer (ehemaliger Kirchmeier) geäussert. Die Verbesserungen fürs Personal müssten zwar sein. Aber es gehe um die Gesamtstrategie. Mit der Verlegung des Pfarramtes werde die Umnutzung oder der Verkauf des Pfarrhauses präjudiziert. „Die Zeit seit Erscheinen der Botschaft bis zur heutigen Versammlung war zu kurz, um einen Entscheid dieser Tragweite zu treffen.“

Ruedi Widmer verlangte in einem Antrag, den Entscheid über die Verlegung des Pfarramtes auf die Kirchgemeindeversammlung vom März 2010 zu verschieben. Dabei müsse zusätzlich eine aussagekräftige Variante mit Verbleib des Pfarramtes im Pfarrhaus vorgelegt werden.

Es folgte eine rege geführte Diskussion mit zahlreichen Wortmeldungen  aus der Versammlung (siehe Kasten). Schliesslich wurde der Antrag, den Entscheid auf den Frühling 2010 zu verschieben, mit 52 Ja- gegenüber 41 Nein-Stimmen (bei 4 Enthaltungen) gutgeheissen.

 

Zwei Rücktritte

Kirchenrat Peter Bucher informierte über den noch sehr vagen Stand des PEP (Pastoraler Entwicklungsplan des Bistums Basel).

Philipp Steffen teilte mit, dass Brigitt Koch (Kirchenrätin) und Hans Koch (Rechnungskommission) ihre Rücktritte auf das nächste Jahr hin erklärt hätten.

Im Weiteren erläuterte der Kirchenratspräsident die geplante Zukunft der Pfarrei mit der gemeinsamen Pfarreileitung durch die Seelsorger Erika Trüssel und Thomas Portmann ab dem 1. Januar 2010. Der Kirchenrat wolle den von Hans Kunz eingeschlagenen Weg fortführen, so Steffen.

Zum Versammlungsschluss durfte der Ende Jahr in Pension gehende Pfarrer Hans Kunz den kräftigen  Applaus der Anwesenden entgegennehmen. Herzhaft ergänzte die Organistin Johanna Imbach gegenüber Hans Kunz: „Ich bin dir sehr dankbar, dass du die Pfarrei auf diesen Weg geführt hast“. Der Verabschiedungsgottesdienst von Hans Kunz findet am 27. Dezember statt. [Lisbeth Wicki]   

 

Stimmen betreffend Verlegung des Pfarramtes

Hans Kunz verteidigte den Standort im Josefshaus: „Wenn es mit der Seelsorge stimmt und diese eine gute Beziehung hat zu den Leuten, so kommen die Leute ins Pfarramt, ob dieses nun im Dorf ist oder im Josefshaus.“

Jost Renggli sprach sich für die Beibehaltung der Hauswartwohnung aus: „Es macht sich 100-fach bezahlt, wenn ein wachsamer Bewohner zu unserem Josefshaus schaut.“

Ivo Tanner schliesst eine Pfarramts-Verlegung nicht aus, hinterfragt aber den Standort im Josefshaus: „Ich möchte etwas, das zukunftsträchtig ist. Was passiert, wenn wir ein Zentrum werden?“

Beat Haas unterstützte den Vorschlag des Kirchenrates:  „Man muss etwas machen. Mit viel Geld das Pfarrhaus umbauen oder mit relativ wenig Geld das Pfarramt ins Josefshaus verlegen?“

Albert Studer forderte, dass verschiedene Unklarheiten bis im Frühling zu prüfen seien. Er meinte zudem überzeugt: „Das Pfarrhaus gehört zur Pfarrei.“

Franz Meyer: „Der Kirchenrat hat die richtige Strategie. Wir brauchen das Geld des Pfarrhauses.“ [Lisbeth Wicki]

 

Der Voranschlag 2010 wurde gutgeheissen

Anlässlich der Kirchgemeindeversammlung hiessen die Stimmberechtigten den Voranschlag 2010 einstimmig gut. Sie sagten damit Ja zur Laufenden Rechnung mit einem Aufwandüberschuss von 55 925 Franken, zur Investitionsrechnung (ohne Verlegung des Pfarramtes und des Archivs) und zur Beibehaltung des Steuerfusses bei 0.35 Einheiten.

Im Weiteren wurde ohne Gegenstimme beschlossen, die Anzahl der Kirchenratsmitglieder für die Amtsperiode 2010 bis 2014 bei sieben Personen zu belassen. [Lisbeth Wicki]

Text und Foto: Lisbeth Wicki

05.12.2009


Elmar Lustenberger und Andeas Koch lassen die Züge wieder fahren

 

Die Modelleisenbahn im Andreasheim kann besichtigt werden

Die Faszination für die Modelleisenbahn und die zugehörige Technik haben Elmar Lustenberger und Andreas Koch dazu bewogen, die Eisenbahnanlage im Andreasheim zu betreiben. Am 7. November öffnen sie nach mehrmonatigem Unterbruch wieder die Türen für die Öffentlichkeit.

Per Frühling 2009 trat Markus Birrer als Verantwortlicher für die Modelleisenbahn im Andreasheim (siehe Kasten) von seinem Amt zurück. Die Nachfolge musste durch die katholische Kirchgemeinde Wolhusen, der Besitzerin der Anlage, neu geregelt werden. Der Zufall wollte es, dass zwei junge Interessierte davon Kenntnis bekamen.

Eisenbähnler und Techniker

Der aus Grosswangen stammende Elmar Lustenberger wohnte seit kurzer Zeit in Wolhusen, als er im Januar dieses Jahres an der Neuzuzügerbegrüssung der Gemeinde auf die Modelleisenbahn im Andreasheim aufmerksam wurde. Damit sei die ganze Sache ins Rollen gekommen und er habe sich schliesslich entschieden, die Betriebsführung der Anlage zu übernehmen, blickt der 23-jährige Käser zurück.

Die Modelleisenbahnen hätten ihn schon immer interessiert, auch zu Hause habe er eine Anlage. Technisch sei er aber nicht so begabt, erzählt Elmar Lustenberger. Um diese Lücke zu schliessen, holte Lustenberger seinen Kollegen Andreas Koch aus Grosswangen ins Team. Der 23-jährige Maschinenbaustudent Koch meint zu seinen Interessen: „Meine Eisenbahnanlage zu Hause hat keine Hügel und keine Häuser. Mir geht es um die Technik. Die Faszination bei der Anlage im Andreasheim besteht unter anderem darin, Lösungen zu suchen bei gegebener Situation.“

Aufwändige Inbetriebnahme

Seit diesem Sommer arbeiten die beiden Eisenbähnler nun an der Wiederinbetriebnahme der Anlage im Andreasheim. „Wir haben die rund 50 Lokomotiven frisch geölt. Die Schienen sind zum Teil rostig oder haben Dreck angesetzt“, so Elmar Lustenberger. Neben den Putzarbeiten müssten auch elektronische Teile ersetzt werden.

Allgemein investierten sie viel Zeit, um sich in die recht grosse Anlage einzuarbeiten und einzudenken, ergänzt Andreas Koch. Es sei offensichtlich, dass verschiedene Personen mit unterschiedlichen Philosophien an der Modelleisenbahn gebaut hätten. „Wir haben schon tagelang Leitungen gesucht oder uns gefragt, wofür wohl dieser oder jener Schalter ist“, so Koch.

Sich „bewegendes“ Modell

Bereits werden auch Zukunftspläne geschmiedet, wie etwa der Umbau der Autostrasse auf zwei Spuren oder die Inbetriebnahme der Bäche mit fliessendem Wasser. „Das Modell soll nicht nur zum Anschauen sein, sondern sich auch bewegen“, sind sich die beiden einig.

Das Betreiben und Reparieren aber auch die Grösse mache die Faszination der Modellanlage im Andreasheim aus. Dass die Eisenbahn auch öffentlich ist, finden die jungen Eisenbähnler zusätzlich schön.

Ab November 2009 wird die Eisenbahnanlage nach mehrmonatigem Unterbruch wieder jeweils am ersten Samstag im Monat von 14 bis 16 Uhr für alle Interessierten offen stehen, erstmals nun am 7. November.

 

Gotthard Nord- und Südrampe, Albulabahn und NEAT

Die Modelleisenbahnanlage im Andreasheim Wolhusen im Massstab 1:87 wurde vom inzwischen verstorbenen Pater Emil Trost und unter Mithilfe von Oberstufenschülern gebaut. In der Zeit von 1976 bis 1982 entstand die Gotthardbahn mit Nord- und Südrampe, später wurden die kleineren Anlagen der Albulabahn im Winterbetrieb und der NEAT erstellt.

Im Januar 2002 schenkte Pater Emil Trost die Eisenbahnanlage der katholischen Kirchgemeinde Wolhusen. Ab diesem Zeitpunkt führten die Wolhuser Markus Birrer, Beat Koch und David Unternährer den Modelleisenbahnbetrieb, zuletzt Markus Birrer alleine. Seit diesem Sommer heissen die neuen Eisenbähnler im Andreasheim nun Elmar Lustenberger und Andreas Koch.

 Text und Fotos: Lisbeth Wicki

05.11.2009


Neues Sakristanen- und Hauswartpaar: René und Gisela Bühler

 

Die katholische Kirchgemeinde Wolhusen hat die Stelle des Sakristans und Hauswarts neu zu besetzen, da Walter und Marianne Stirnimann aufgrund der Pensionierung von Walter Stirnimann per Ende Januar 2010 aus ihrem Dienst ausscheiden. Die Stelle wurde bereits ausgeschrieben. Aus den vielen eingegangenen Bewerbungen hat sich der Kirchenrat nun für René und Gisela Bühler-Theiler, Wisstannenweid 12, Wolhusen, entschieden. Die Anstellung des neuen Sakristanen- und Hauswartehepaars (Bild) erfolgt per 1. Januar 2010.

 [Lisbeth Wicki]

18.09.2009


Wolhusen-Markt: Rosmarie Bucher heisst die neue Kapellenpflegerin

 

Seit 32 Jahren haben Marie und Toni Bucher-Lischer die Kapelle in Wolhusen-Markt gepflegt. Marie Bucher war vor allem für die Blumen sowie das Wischen und Abstauben zuständig. Für das tägliche Auf- und Abschliessen der Kapelle sorgte Toni Bucher und immer  mittags um zwölf Uhr läutete er von Hand mit einem Lederriemen die Glocke.  

Toni Bucher weiss viele Begebenheiten rund um die Heiligkreuzkapelle zu erzählen. Ganz besonders erinnert er sich etwa an den verschobenen Glockenstuhl, welcher ersetzt werden musste oder an den Bild-Diebstahl vom vergangenen Jahr. „Das Chäppeli ist mir lieb geworden“, stellt der 85-jährige rückblickend fest. Nun sei es an der Zeit, die Aufgaben in jüngere Hände zu geben, so Toni Bucher.

Aus diesem Grund hat er am 1. September die Schlüssel der Marktkapelle an seine Schwiegertochter Rosmarie Bucher-Muff weitergegeben. Rosmarie Bucher wohnt wie ihre Schwiegereltern gleich neben der Marktkapelle. Diese Nähe habe eine besondere Beziehung zur Kapelle geschaffen, erklärt sie und ergänzt: „Es ist mir ein Anliegen, dass die Kapellenpflege weitergeführt wird.“ Eines steht für Rosmarie Bucher schon jetzt fest: Das Läuten der Glocke werde bei ihr anders klingen, denn noch fehlten das Gefühl dafür und die Erfahrung.

[Lisbeth Wicki]

14.09.09