Kath. Kirchgemeinde Wolhusen
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Berichte

 

Firmung 2012

Durch den Heiligen Geist bestärkt auf der Fahrt ins geist- und sinnvolle Leben

 Aufgeteilt in zwei Gruppen durften am Samstag, 24. März, 48 Jugendliche der Abschlussklassen das Firmsakrament empfangen. Im Zentrum der beiden Gottesdienste vom Vormittag und späteren Nachmittag in der Pfarrkirche stand die Frage „Was braucht es zu einem guten, geist- und sinnvollen, zu einem glücklichen Leben?“ Antworten dazu hatten die Firmlinge bereits an den Firmvorbereitungsabenden erarbeitet. Am Samstag nun formulierten die jungen Menschen wichtige Lebensaspekte anhand von Strassensignalen. Die Firmlinge stehen vor einem neuen Lebensabschnitt, haben also „Freie Fahrt“. Manchmal heisse es im Leben aber auch „Achtung Schleudergefahr“ oder „Verbotene Fahrrichtung“, wurde festgehalten. Firmspender Max Hofer stellte in seinem Predigtwort fest, dass ohne Strassenwegzeichen ein Chaos herrschen würde. Wegzeichen seien auch für uns Christen wichtige Leitbahnen. „Jeder Mensch hat seine Würde und ist wertvoll. Egal welcher Herkunft, ob behindert oder nicht“, hielt er fest. Zu den aufgestellten Strassenverkehrsschildern kam ein spezielles Wegzeichen mit oranger Flamme und der Aufschrift „Be-geist-erung“ hinzu. Das Signal zeige auf den Heiligen Geist, die besondere göttliche Kraft, welche uns Jesus gebe, erklärte Max Hofer. Er rief dazu auf, hin und wieder Verzicht zu üben und damit frei zu werden, über Wichtiges nachzudenken, damit das Leben gelinge. Die Festgottesdienste wurden mitgestaltet durch Seelsorger Thomas Portmann und die Mitglieder der Firmvorbereitungsgruppe. Für musikalische Begeisterung sorgte der Chor Santa Lucia und die Pfami-Gruppe hielt im Josefshaus jeweils abschliessend einen Apéro bereit.

[Text: Lisbeth Wicki; Bilder: Willi Wey]

  


 

Romreise 2012

  ,,Besser hätte es nicht sein können!‘‘

 Romreise der Firmlinge und Schüler der Abschlussklassen

Organisiert von der katholischen Kirchgemeinde Wolhusen und vom Carunternehmen Imbach sowie unter der Leitung von Benno Limacher
     reisten die Firmlinge und Schüler der Abschlussklassen wie jedes Jahr nach Rom. Die Woche vom 12. bis 17. Februar brachte ihnen viele Abenteuer, viel Spass und unvergessliche Momente, an welche sie sich wohl immer wieder erinnern werden.

Am Sonntag, 12. Februar, um 21 Uhr, besammelten sich die Schülerinnen und Schüler beim Kirchenvorplatz in Wolhusen. Es herrschte grosse Freude, denn es war Zeit für die alljährliche Romreise. Zu den 47 Jugendlichen gesellten sich auch Reiseleiter Benno Limacher, die Beleitpersonen Andrea Ambühl, Franz Baumgartner, Judith Steffen und Martin Wicki sowie die Chauffeure Jerry Emmenegger und Paul Hofstetter.

Assisi besucht
Die Reisegruppe fuhr mit dem Imbach-Car los. Im Car war es sehr unruhig. Reden, Singen und Tanzen war angesagt. Die vielen Informationen von Reiseleiter Benno Limacher durften auch nicht fehlen. Nachdem alle ausgeredet hatten und viele schon eingeschlafen waren, machte Benno Limacher um ein Uhr definitiv Nachtruhe.
Am folgenden Morgen, nach vielen Stunden im Car, wurden alle um sieben Uhr geweckt. Die Schüler frühstückten in einem Café und fuhren anschliessend weiter nach Assisi. Dort gab es verschiedene Kirchenbesichtigungen, es wurde vor allem von Franz von Assisi und seiner Kollegin Chiara erzählt. Am Mittag war Pizza essen angesagt, auf das schon viele aufgeregt gewartet hatten. Um 14 Uhr ging es dann endlich weiter nach Rom.
In der Unterkunft Istituto dei Padri Teatini wurden die Reisenden vom Padri Matteo begrüsst und in die Hausregeln eingeführt. Nach dem Zimmerbezug und dem Essen begann die beeindruckende Besichtigung von Rom bei Nacht. Die Schüler lernten Plätze wie Piazza Venezia und den Brunnen Fontana di Trevi kennen.

Sehenswürdigkeiten in Rom und im Vatikan   
Am Dienstag gab es viel zu laufen und kennenzulernen. Die Begleitpersonen und die Schüler blieben Benno Limacher immer auf den Fersen und hörten ihm aufmerksam zu. Er zeigte ihnen das Pantheon und die bekannte Engelsburg. Den Nachmittag verbrachten sie beim Petersplatz, wo auch Zeit für Essen und Einkäufe blieb. Anschliessend gab es den Aufstieg auf die Petersdom-Kuppel, von wo die Reisegruppe eine beeindruckende Aussicht auf sich wirken lassen konnte.
Die Schweizer Garde wurde von den Wolhusern ebenfalls besucht. ,, Die Garde ist eine Lebensschule. Ihr lernt wirklich viel hier‘‘, erzählte Benno Limacher. Die Schüler durften die verschiedenen Bekleidungen und Bewaffnungen näher anschauen und ein wenig mehr über die Gardisten im Vatikan und deren Geschichte erfahren.

Den Papst Live sehen
Das Papstzuhause kannten die Firmlinge inzwischen schon, es fehlte nur, den Papst selber mal zu sehen. Dies geschah am Mittwochmorgen, als alle zusammen an die Papstaudienz gingen. Die Halle war überfüllt mit Menschen aus allen Ecken der Welt, mit den verschiedensten Kulturen und Sprachen, aber alle mit dem gleichen Ziel: den Papst kennen zu lernen und Spass haben. Es herrschte grosse Euphorie, als die einzelnen Namen der verschiedenen anwesenden Gruppen gelesen wurden.
Die Mittagszeit wurde in der Unterkunft verbracht und danach ans Meer gefahren. Die Reisenden waren beeindruckt von der wunderschönen Aussicht über das dunkelblaue Mittelmeer.
                                                                                                
Zeit um auf Wiedersehen zu sagen                                             
Am letzten Tag in der italienischen Hauptstadt war unter Anderem das Aufräumen auf dem Plan. Vor dem Mittagessen besuchte die Reisegruppe noch die uralten Katakomben . ,,Jedes Grab wurde exakt für den Mensch, der da begraben wurde, bemessen‘‘, erklärte der Leiter der Katakomben.
Nachher ging es Richtung Forum Romano, wo Benno Limacher den letzten Vortrag hielt. Dann folgte die Besichtigung des bekannten Kolosseums.
Am Donnerstagabend, 16. Februar, wurde nochmals Pizza gegessen und jeder durfte dann die verbleibenden Stunden  individuell gestalten. Um 21 Uhr hiess es definitiv: ,, Ciao Roma!‘‘, und der Car fuhr heimwärts.
Was wohl immer bleiben wird, sind die vielen Erinnerungen an diese unvergessliche Woche, welche die 54 Personen nie mehr vergessen werden.  

 

 

 Strahlende Gesichter bei der Wolhuser Reisegruppe (im Bild; rechts Reiseleiter Benno Limacher) auf dem Petersplatz. Strahlend präsentierte sich auch das Wetter, während der ganzen Reise schien die Sonne bei angenehmen Temperaturen.

(Text und Bild: Claudia Vieira)

 


 

Ein grosses Dankschön für das treue Engagement

Als Zeichen des Dankes waren am Freitag, 20. Januar, alle Mitarbeitenden der katholischen Pfarrei Wolhusen zum Jahresschlussessen ins Andreasheim geladen. Rund 90 Personen nutzten diese Gelegenheit, um bei Speis und Trank sowie der musikalischen Unterhaltung durch die Ruswiler Coverband „8 on time“ das gemütliche Beisammensein und den Kontakt zu pflegen. Als kleines Präsent wurde allen ein grün-blauer Kugelschreiber überreicht. Grün sei die Farbe der Hoffnung, blau stehe für die Treue, erklärte die Seelsorgerin Erika Trüssel und ergänzte:„Wir hoffen, dass ihr der Pfarrei noch lang, lang die Treue hält.“ Kirchenratspräsident Philipp Steffen bedankte sich bei den Anwesenden für das Mittragen, Mitdenken und Mitschaffen. In seinem kurzen Jahresrückblick machte er unter anderem auf den geplanten Pfarreirat aufmerksam, für den interessierte Mitglieder gesucht werden. Philipp Steffen konnte am Jahresschlussessen mehrere Personen aus ihrem Dienst verabschieden oder für ihr langjähriges Engagement ehren. So haben Thomas Gjidoda (Hauswart von Sigristenhaus und Totenkapelle), Helene Steffen (15 Jahre Pfarramt-Sekretärin) und Marie-Theres Röösli (24 Jahre Organistin) ihren Dienst quittiert. Ruedi Widmer (15 Jahre Aushilfssakristan) und Hedy Schaller-Bühler (40 Jahre Sakristanin auf dem Steinhuserberg) konnten ein besonderes Dienstjubiläum feiern.

Im Bild die Geehrten (v.l.n.r.): Thomas Gjidoda, Helene Steffen, Marie-Theres Röösli und Ruedi Widmer. Es fehlt Hedy Schaller.

[Text und Bilder: Lisbeth Wicki]


 

Kerzenlichter als Zeichen der Solidarität mit den Schwachen

Die katholische Pfarrei Wolhusen beteiligte sich am Samstag, 17. Dezember, an der schweizweit durchgeführten Aktion der Caritas „Eine Million Sterne“. So zündeten die Menschen auch vor der Wolhuser Pfarrkirche zahlreiche Kerzen an, organisiert von den Firmlingen 2012 und den FirmbegleiterInnen. Der Erlös der Illumination kommt den Kindern armer Familie in der Schweiz zugute.

Text und Bild [Lisbeth Wicki]


 

Familienfeier Dezember 2011

Einander Licht sein und mit einem Lachen Freude verbreiten 

Jana Brügger zündete die Kerze mit viel Gefühl an, genau beobachtet von Anja Lustenberger und unter den gespannten Augen der vielen Anwesenden (im Bild). Damit wurde am Sonntag, 11. Dezember, die Familienfeier in der Kirche auf dem Steinhuserberg eröffnet. Die Kinder und Erwachsenen sangen und beteten zusammen und lauschten gespannt der Geschichte „Die vier Lichter des Hirten Simon“. Diese Erzählung zeigt auf, wie der Hirtenjunge Simon ein verlorenes Lämmchen sucht, auf dem Weg seine vier Lichter und damit viel Freude sowie Hilfsbereitschaft verschenkt und schliesslich sein kleines Schaf in der Weihnachtsnacht wieder findet. Einander Freude und Licht zu sein, sei in der Adventszeit wie auch das ganze Jahr über wichtig, zeigten Andrea Arnold, Patrick Riedweg und Conny Schärli auf, welche durch die Familienfeier führten. Und die Kinder äusserten zahlreiche Ideen dazu: Es könne beispielsweise ein lieber Brief, ein Geschenk oder einfach ein herzhaftes Lachen sein. Die Familienfeier wurde mit dem Brotteilen beendet. Jetzt waren alle zum gemütlichen Beisammensein ins Kirchensäli geladen. Hier konnten die Kinder zudem ein eigenes Laternlein bemalen.

 

Jana Brügger zündet die Kerze an, genau beobachtet von Anja Lustenberger und unter den gespannten Augen der vielen Anwesenden.

  Im kommenden Jahr 2012 finden die Familienfeiern in Wolhusen am 22. Januar, 18. März, 2. September und 28. Oktober statt. Auf dem Steinhuserberg wird am 17. Juni (bei schönem Wetter mit Bräteln) und am 2. Dezember gefeiert.   

Text und Bild [Lisbeth Wicki]


Adventsfenster erhellen die dunklen Abende und die Herzen

usgerüstet mit Stativ und Fotoapparat ist der Wolhuser Andreas Arnold an Dezemberabenden in den Quartieren Hiltenrain, Hiltenweid und Spitalmatte unterwegs – und dies aus gutem Grund. Begleitet und unterstützt von seiner Frau Margrith fotografiert er fachmännisch die Wolhuser Adventsfenster. Diese erhellen auch in dieser (Vor)weihnachtszeit die dunklen Abende und bestimmt so manches Herz. „Wir möchten den Menschen die Möglichkeit zur Begegnung geben“, sagt Lisbeth Wicki-Zaugg, die zusammen mit Luzia Ambauen den aktuellen Adventskalender organisiert hat. So wird im oben erwähnten Gebiet zwischen dem 1. und 24. Dezember jeden Abend ein neues Fenster eröffnet. Der ganze Adventsfenster-Kalender bleibt bis am 6. Januar 2012 beleuchtet, jeweils von 17 und 22 Uhr.

In Wolhusen werden die Adventsfenster seit 1994 (mit Ausnahme von 2004 und 2008) abwechselnd in verschiedenen Quartieren gestaltet und beleuchtet. Die Aktion wurde vom Katholischen Frauenbund und Club junger Eltern Wolhusen lanciert. Seit drei Jahren zieht ein eigens zusammengestelltes Adventsfensterteam die Fäden. Und von Beginn weg fotografiert Andreas Arnold im Auftrag der Organisatoren die Fenster. Denn wer am Wolhuser Adventskalender teilnimmt, wird als Dankeschön unter anderem mit einem Foto des eigenen Fensters beglückt. Und so ist Andreas Arnold schon jetzt wieder auf seinen nächtlichen „Foto-Streifzügen“ anzutreffen. Im Bild: Der passionierte Hobbyfotograf Andreas Arnold hält das Adventsfenster der Familien Wicki und Brun, Hiltenrain 23, fotografisch fest.

Adventsfenster

[Lisbeth Wicki-Blum]

 


 

 

Festgottesdienst - 40 Jahre Kirche Steinhuserberg

 

Ein verbindender Mittelpunkt für jung und alt

 

Am Sonntag, 2. Oktober, wurden in der Kirche Steinhuserberg das 40-jährige Bestehen des Gotteshauses sowie das Erntedankfest gefeiert. Die beiden Feste hätten miteinander zu tun, gehe es doch einerseits um 40 Jahre unsichtbare Ernte auf dem Acker Gottes und andererseits um das jährliche Danken für die sichtbare Ernte in Feld und Garten, stellte die Seelsorgerin Erika Trüssel fest. Das Predigtwort hielt Dr. theol. Max Hofer, welcher schon bei der Einweihung der Kirche am 3. Oktober 1971 mit dabei gewesen war. Er zeigte sich glücklich über diesen Ort der Stille, wo die Menschen zur Ruhe kommen können. Welch besonderer Mittelpunkt die Kirche St. Anna für die Menschen vom Steinhuserberg ist, machten fünf Einheimische mit ihren vorgetragenen Gedanken spürbar. Sie erzählten vom Schulgottesdienst, Weihnachtsspiel, Ministrieren, von Hochzeit und Taufe, aber auch von der erlebten familiären Atmosphäre. Für sie ist die sehr schön gepflegte Kirche ein Treffpunkt zum Beten und Nachdenken, für jung und alt. Bedauert wurde einzig, dass nur noch bei speziellen Kirchenfesten Gottesdienst gefeiert wird. Kirchenratspräsident Philipp Steffen hielt fest, dass die Kirche Berg auch heute ganz klar noch ihre Berechtigung habe. Und dennoch müsse man sich Gedanken zur Weiterentwicklung machen, so Steffen, der damit Mehrfachnutzungen etwa für Konzerte ansprach. Das Fest vom Sonntag, 2. Oktober, stand unter der Leitung von Erika Trüssel und wurde mitgestaltet durch den Jodlerklub Bärgglöggli Steinhuserberg und die Organistin Brigitte Meyer. Die Bäuerinnen vom oberen Berg hatten die Kirche mit Erntegaben prächtig  geschmückt. Einen besonders herzlichen Applaus durfte Hedy Schaller für ihren 40-jährigen Sakristaninendienst entgegennehmen. Bei herrlichem Herbstwetter wurden die Feierlichkeiten mit einem Apéro vor der Kirche beendet (im Bild).

 

[Text und Bild: Lisbeth Wicki]

 

 

 

 


 

 

Erntedankfest in der Pfarrkirche Wolhusen

 

„Ich kann nur staunen und danken“

 

Blaue Ageratum-Blüten, weisse Schafgarben, grünes Moos und leuchtende Sonnenblumen bildeten am Wochenende vom 24./25. September den besonderen Blickfang in der Pfarrkirche Wolhusen. Zusammen mit zahlreichen weiteren Erntegaben aus Feld und Garten waren sie von den Bäuerinnen zu einem prächtigen Bild arrangiert worden (im Bild). Anlass dazu gab das Erntedankfest zum Thema „Augen und Herz öffnen“. Seelsorgerin Erika Trüssel und die Bäuerinnen gaben in ihren Gottesdienstgedanken Anleitung zum Staunen und Danken, etwa über die reiche und vielfältige Ernte oder das Heranwachsen der kleinen Samen zu prächtigen Blumen und Kräutern. Sie ermunterten auch, beim Einkaufen regionale und saisonale Produkte zu bevorzugen. Mit den Worten „Ich kann nur staunen und danken“ beendeten sie jeweils ihre Texte. Die Gottesdienste wurden am Samstag von einer Schwyzerörgeligruppe der Musikschule und am Sonntag vom Jodlerklub Heimelig Wolhusen mitgestaltet. Nach 20 Jahren gab Marlis Zemp-Schaller die Leitung im Erntedankfest-Team der Bäuerinnen ab. [Text und Bild: Lisbeth Wicki]

 

 

 


Pater Alfred Wey 

Die Menschen aus ärmsten Verhältnissen haben sein Leben geprägt. Im Gespräch verrät Pater Alfred Wey auch, was Kolumbien mit Wolhusen oder dem Emmental gemeinsam hat.

Drei beschwerliche Wochen dauerte die Überfahrt mit dem Schiff, als Pater Alfred Wey von der Bethlehem Mission Immensee nach Kolumbien reiste, um seine Arbeit aufzunehmen. Das war 1972. Inzwischen sind fast 40 Jahre vergangen, in denen Wey vorallem im Südwesten  Kolumbiens als Missionar tätig war und noch immer ist.

Im September dieses Jahres weilte der gebürtige Wolhuser Pater Alfred Wey im Heimaturlaub. Dies gab Gelegenheit für ein persönliches Gespräch.

Starke Verbundenheit mit Wolhusen

Das Treffen mit Pater Alfred Wey findet im Zentrum Wolhusens statt. Schon bei der Begrüssung blickt Wey interessiert in die Nachbarschaft und erinnert sich genau, wer früher in den umliegenden Häusern gewohnt hat. Es ist offensichtlich, die Verbundenheit mit Wolhusen ist auch nach 40 Jahren noch sehr gross. So wohnen seine Schwester Alice und zahlreiche Verwandte hier im Dorf und die 99-jährige Mutter im Altersheim in Menznau.

Pater Alfred Wey ist zusammen mit seinen drei Geschwistern in Wolhusen-Markt aufgewachsen, wo sein Grossvater und einige Zeit auch sein Vater eine Sägerei betrieben.

Verbundenheit schafft auch die katholische Kirchgemeinde Wolhusen, welche das  Engagement von Pater Wey mit einem jährlichen Missionsbeitrag unterstützt.  

Ganzheitliche Entwicklungsarbeit

Im Zentrum von Pater Alfred Wey’s Arbeit in Kolumbien stehen Menschen aus besonders armen Verhältnissen. Der 77-jährige erzählt im Gespräch ruhig und sehr überlegt von seinem Einsatz in abgelegenen ländlichen Gebieten und verslumten Randregionen der Städte.  

„Die Bethlehem Mission Immensee ist seit 60 Jahren in Kolumbien tätig, anfänglich vor allem in der Priesterarbeit“, blickt Pater Alfred Wey zurück. „Nach dem Konzil um 1967 wurde dann mit Entwicklungshilfeprojekten begonnen.“ So stehen seither neben der Pfarreiarbeit in Basisgemeinden auch schulische Bildung, Frauenförderung sowie Arbeit im Gesundheitsbereich und in der Landwirtschaft im Mittelpunkt. Seit rund 40 Jahren in Zusammenarbeit mit Fachpersonen und zivilen Organisationen.

Selbstwertgefühl stärken

Pater Alfred Wey baut auf der Hilfe zur Selbsthilfe auf. „Man kann nicht etwas Eigenes, man kann nur Vorschläge bringen“, weiss der 77-jährige aus seiner langjährigen Erfahrung. Wichtig seien die sorgfältige Begleitung und Ausbildung der Menschen.

So erzählt Pater Wey etwa von den drei Landjugendheimen, welche auch nach 35 Jahren noch bestehen. Oder von den vielen Leuten, die im Lehrerseminar ausgebildet wurden und von der Förderung der Aussenschulen. „Das sind wichtige Prozesse, in denen Menschen erfahren, dass man sie schätzt und sie lernen dadurch, sich selber zu schätzen. Die Menschen bekommen eine Lebensperspektive.“

Befruchtender Austausch

„Ich war immer sehr glücklich in meiner Arbeit in Kolumbien“, stellt Wey fest, der neben der ganzheitlichen Entwicklungsarbeit auch stets als Pfarrer tätig war. Man sei als Ausländer zwar immer ein Fremdkörper, aber der Austausch sei enorm positiv. „Glücklich die Gemeinde, die von aussen von Ausländern angestossen wird“, sagt Pater Wey und zieht damit den Gesprächsfaden von der Missionsarbeit in Kolumbien bis nach Wolhusen, wo Auswärtige das Dorf industriell entwickelt hätten.  Einen ebenso weiten Bogen spannt Pater Alfred Wey von Kolumbien ins Emmental: „Gotthelf erzählt in seinen Geschichten immer wieder aus meinem Leben in Südamerika. Wir lebten in der Schweiz vor 200 Jahren nämlich genau so wie heute in Kolumbien.“

So war Pater Alfred Wey, der das Autofahren nie gelernt hat, jeweils zu Fuss oder hoch zu Ross in den abgelegenen Gegenden unterwegs. Strassen gab es hier bis vor wenigen Jahren sowieso nicht. Und öffentliche Verkehrsmittel fahren eher selten, zudem können das Wetter oder Pannen die Reisepläne gehörig durcheinander bringen. Gelassenheit ist gefragt. Diese Gelassenheit und Ruhe strahlt Pater Alfred Wey aus.

Im Haus der Mission

Das interessante Gespräch mit dem Missionspater lässt die Zeit im Nu verfliegen. Wey, der seit 30 Jahren keine Armbanduhr mehr trägt, blickt kurz zur Kirchturmuhr. Es ist jetzt Zeit für den Besuch bei Cousin Josef Wey. Pater Alfred Wey verabschiedet sich höflich. Ende September gings zurück nach Kolumbien, natürlich per Flugzeug. In Popayan ist Pater Wey seit gut zehn Jahren Aushilfspriester und Verantwortlicher für das Haus der Mission.

 

Text und Bild: [Lisbeth Wicki] 


 

Miniprobe 2011

Mit sichtlicher Freude einen neuen Dienst angetreten 

14 neue Ministrantinnen und Ministranten haben in der katholischen Pfarrei Wolhusen ihren Dienst aufgenommen. Anlässlich der Miniprobe vom Mittwoch, 7. September, wurden sie in der Pfarrkirche von Seelsorger Thomas Portmann und Sakristan René Bühler in ihre neue Aufgabe eingeführt. Auch die bisherigen Minis waren da, um die Abläufe zu proben und gegebenenfalls zu verbessern. Im Anschluss gabs zum Dessert eine Glacé. Auf das traditionelle Programm mit Spielen und Imbiss im Josefshaus wurde dieses Jahr verzichtet, da Wolhusen kürzlich am Minifest in Zug teilnahm. Insgesamt nehmen in der Pfarrei 54 Jugendliche den Minidienst wahr, davon vier auf dem Steinhuserberg.  

Im Bild: Die neuen Minis freuen sich sichtlich auf ihre Aufgabe. Vorne v.l.: Ariane Thalmann, Sarah Wirz, Florian Wicki, Daria Furrer und Elia Zurfluh. Hinten v.l.: Noah Schaller, Luca Studer, Silvan Weber, Chiara Schöpfer und Benjamin Preni. Auf dem Bild fehlen die neuen Minis Jozef Dedaj, Valeria Demiri, Velerian Duhanaj und Albina Koca.

[Text und Bild: Lisbeth Wicki]

 

Die neuen Minis:
Vorne v.l.: Ariane Thalmann, Sarah Wirz, Florian Wicki, Daria Furrer und Elia Zurfluh

Hinten v.l.: Noah Schaller, Luca Studer, Silvan Weber, Chiara Schöpfer und Benjamin Preni

 


 

Minifest 28. August 2011 in Zug

Buntes, eindrückliches Minifest mit Wolhuser Beteiligung

Rund 7800 Jugendliche aus der ganzen Deutschschweiz nahmen am Sonntag, 28. August, am Minifest in Zug teil. Unter ihnen waren auch 17 Ministrantinnen und Ministranten sowie sechs Begleitpersonen aus Wolhusen (im Bild). In über 100 Ateliers konnten sich die Kinder und Jugendlichen in der ganzen Stadt vergnügen. Wer es sportlich mag, versuchte sich beispielsweise an der Kletterwand oder auf dem Trampolin. In einem anderen Atelier wurden Fahnen gemalt, hier wurde geschminkt und da war Kuhmelken oder Kamelreiten angesagt. „Es war ein für alle eindrückliches Erlebnis, vor allem die grosse Masse von Leuten, die sich beim Eröffnungsgottesdienst und beim Schlusspunkt versammelten“, so Thomas Portmann, der Wolhuser Delegationsleiter. „Es ist einfach super gewesen. Schade, dass man nicht alles machen konnte, was man wollte“, bilanzierte die 11-jährige Jolanda Bieri später auf der Heimreise mit Blick auf die langen Wartezeiten bei den Ateliers und Attraktionen. Und der älteste Wolhuser Ministrant Maik Limacher meinte: „Mich hat die gute Organisation und die Stimmung beeindruckt. Das Highlight war der Schlusspunkt mit dem Ballonfeuerwerk.“ Das Minifest in Zug hatte Gelegenheit geboten, mit anderen Ministrantinnen und Ministranten Kontakte zu knüpfen. Geknüpft wurden an diesem herrlichen Spätsommertag aber auch bunte Freundschaftsbändeli, welche rege ausgetauscht wurden. Noch auf der Heimreise mit dem Zug herrschte unter der Wolhuser Delegation anhaltendes Bändeli-Tauschfieber, obwohl sich die Müdigkeit nach dem erlebnisreichen Tag sichtlich bemerkbar machte.

[Text: Lisbeth Wicki]

 

 Minifest Wolhuser Gruppe
17 Ministrantinnen und Ministranten sowie sechs Begleitpersonen aus Wolhusen (im Bild) nahmen am Minifest in Zug teil.

 Bild [Thomas Portmann] 


 

Die Marktkapelle hat einen Opferkerzenständer bekommen

Ruhe und Besinnung finden beim Entzünden einer Opferkerze

 

Der schlichte Kerzenständer passt sehr gut in den relativ kleinen Altarraum und zum übrigen Kapelleninventar. Der Quartierverein Wolhusen-Markt, ein anonymer Spender und ein „waschechter Märtler“ haben bei der Realisation entscheidend mitgewirkt.

 

Die Anregung für einen Opferkerzenständer in der Marktkapelle kam von der Kapellenpflegerin Rosmarie Bucher. „Die Besucher haben immer wieder freistehende Kerzen aufgestellt, manchmal ohne Untersatz. Mit einem Ständer wollte ich den Menschen Gelegenheit geben, gefahr- und schadlos Opferkerzen anzünden zu können“, erklärt Rosmarie Bucher.

Das Anliegen wurde vom Präsidenten des Quartiervereins Wolhusen-Markt, Hubert Aregger, wohlwollend entgegengenommen und vom Vorstand und an der diesjährigen Generalversammlung positiv unterstützt. Und so haben der Quartierverein Wolhusen-Markt und ein Spender, der anonym bleiben möchte, einen Kerzenständer für die Marktkapelle gespendet.

Ein schlichtes Modell

Hubert Aregger setzte sich intensiv mit der Wahl eines geeigneten Kerzenständers auseinander. „Da die Marktkapelle keinen sehr grossen Altarraum hat, musste es ein Kerzenständer sein, der nicht zu dominant erscheint und in einem guten Verhältnis zum Altar und dem übrigen Kircheninventar steht“, erklärt Hubert Aregger im Gespräch. Auch der Preis spielte bei der Beurteilung eine Rolle.

Ausgewählt wurde schliesslich ein einfaches Modell mit wechselbarem Rauchfilter, hergestellt im Jugenddorf Knutwil und vertrieben durch die Firma Herzog in Sursee. Den Unterbau liess Hubert Aregger nach seinem Entwurf bei der Wolhuser Firma agm herstellen.

Die Gesamtkosten wurden durch den anonymen Spender (1000 Franken) und den Quartierverein (2100 Franken) übernommen.

Einsatz für Wolhusen-Markt

Dem „waschechten Märtler“, wie sich Hubert Aregger selber bezeichnet, liegen der Flecken Wolhusen-Markt und seine Bewohnerinnen und Bewohner sehr am Herzen. So wurde auf seine Initiative hin etwa die Chäppeli-Chilbi vor einundzwanzig Jahren mit neuem Konzept in der heutigen Austragungsform wieder belebt. Jetzt hat er sich für die Marktkapelle stark gemacht.   

Nicht nur als Architekt sondern auch privat habe er schon immer Interesse an Kapellen und Sakralbauten gehabt, diese besucht und nach Möglichkeit eine Kerze angezündet, sagt Hubert Aregger. Gerade in der heutigen hektischen Zeit sei es sehr sinnvoll, ab und zu ruhiger zu werden und sich zu besinnen. „Da hilft ein kurzer Besuch in einer Kapelle und das Entzünden einer Kerze oft mehr als all die angebotenen Therapien, Heilmittel und Veranstaltungen“, ist Hubert Aregger überzeugt.

Bedürfnis vorhanden

Dem kann Rosmarie Bucher nur beipflichten. Seit der Ständer in der Marktkapelle im vergangenen Dezember aufgestellt wurde, werden regelmässig Opferkerzen angezündet. “Es ist offensichtlich ein Bedürfnis dafür da. Die Kapelle wird rege besucht, wohl nicht zuletzt auch aufgrund der guten Erreichbarkeit“, stellt die Kapellenpflegerin fest.

Die Freude über den neuen Opferkerzenständer ist auch bei der Besitzerin der Kapelle, der katholischen Kirchgemeinde, gross. „Der Ständer passt sehr gut und hat einen idealen Platz erhalten“, lobt Kirchmeier Rolf Schürmann. [Lisbeth Wicki]

 

Text und Bilder [Lisbeth Wicki]

 

 
Haben sich stark gemacht für den Opferkerzenständer: Die Kapellenpflegerin Rosmarie Bucher

sowie der „waschechte Märtler“ und Architekt Hubert Aregger.
 

 

Der Opferkerzenständer passt sehr gut in den relativ kleinen Altarraum und zum übrigen Kapelleninventar.

 

 


30 Jahre Club junger Eltern

 

Das lässt die Herzen der jungen Familien höher schlagen

 

Im Zentrum stehen die Kontaktpflege unter den jungen Familien sowie lehrreiche und spannende Aktivitäten. Das Interesse der Kinder ist ungebrochen, die Anlässe haben sich etwas verändert.

 

Aufmerksam und mit grossen Augen verfolgen die Kinder die Ausführungen des Feuerwehrkommandanten Beat Zihlmann im Feuerwehrmagazin. Es ist ein sonniger Mittwochnachmittag Mitte Mai und der Club junger Eltern hat zum Besuch bei der Feuerwehr geladen. Das stösst auf grosses Interesse.

Aufgeteilt in Gruppen lassen sich über 100 Kinder und knapp 60 erwachsene Begleitpersonen auf eine Besichtigungstour durchs Feuerwehrmagazin mitnehmen. Im Bergboden, wo das Tanklöschfahrzeug bereitsteht, können die Kinder mit dem Strahlrohr Wasser spritzen und sich mit einer Eimerpumpe im Büchsenschiessen versuchen. Im Weiteren stehen eine kurze Fahrt im Feuerwehrfahrzeug auf dem Platz und der Film mit dem Feuerwehrmann Sämi auf dem Programm.

Durch junge Familienfrauen gegründet

Anlässe wie dieser Feuerwehrnachmittag werden vom Club junger Eltern bereits seit 30 Jahren organisiert. „Der Club junger Eltern gibt den Kindern und deren Eltern die Möglichkeit, den Kontakt untereinander zu pflegen sowie interessante, spannende oder lehrreiche Aktivitäten und Veranstaltungen zu besuchen. Unser Angebot richtet sich an Familien mit Kindern bis etwa zum Kindergartenalter“, erklärt Renate Egli im Gespräch. Sie leitet in der sogenannten Kerngruppe zusammen mit Sonja Birrer, Esther Bucher, Ruth Koch, Verena Mazzotta (Präsidentin), Ruth Portmann, Andrea Schmidiger und Petra Zihlmann zurzeit den Club junger Eltern in Wolhusen.

Der Club junger Eltern wurde 1981 durch Anita Kreienbühl, Irène Dissler, Lisbeth Unternährer, Jeannette Unternährer und Annegreth Schwarzentruber gegründet. Die jungen Familienfrauen wurden durch die damalige Präsidentin des Katholischen Frauenbundes Wolhusen zu diesem Schritt ermutigt. „Agnes Lustenberger war ein bisschen unsere Hebamme“, schmunzelt Anita Kreienbühl.

Anlässe für Eltern und Kinder

Wie sich im Gespräch mit Anita Kreienbühl herausstellt, haben sich die Ziele des Club junger Eltern in dessen 30-jähriger Geschichte kaum verändert „Wir wollten mit dem Club eine Hilfe für die jungen Eltern sein. Kontaktpflege unter den jungen Familien, Anregungen für die Erziehung und Weiterbildungen standen im Zentrum der Aktivitäten.“, erklärt Anita Kreienbühl.

So wurden beispielsweise Kurse für junge Eltern, ein monatlicher Höck oder am Samstag  Bastelnachmittage mit den Vätern durchgeführt. An den Anlässen wurden auch Verse und  Bastelanregungen vermittelt oder es gab Vorträge zu Gesundheit und Glauben.

Ressort des Frauenbundes

Der Club junger Eltern ist seit seiner Gründung ein Ressort des katholischen Frauenbundes. Das Jahresprogramm ist vielseitig. Einige Anlässe haben sich im Verlaufe der Zeit zu einem festen und beliebten Bestandteil etabliert. Dazu gehören etwa das Kontaktzmörgele, Räbeliechtli schnitzen oder das Narrenzmörgele. In jüngerer Vergangenheit kamen der Feuerwehr- und der Ambulanzbesuch, der Kinonachmittag oder die Räderbörse dazu.

Im Club junger Eltern wurde vor 20 Jahren sogar eine eigene Kasperligruppe gegründet. Auch die Idee mit den Adventsfenstern wurde im Club durch Annegreth Schwarzentruber lanciert. Es wurde rege gebastelt, gebacken oder eine Reise unternommen.

„Ich glaube, das Interesse der Kinder für die Anlässe hat sich über die Jahre nicht gross verändert, dafür aber das der Eltern“, meint Renate Egli. „Früher stand der soziale Kontakt sicher an erster Stelle. Heute wollen die oftmals auch berufstätigen Mütter vor allem eine intensive Zeit mit ihren Kindern erleben.“

Jubiläumsfeierlichkeiten

Standen früher vermehrt Anlässe für die Eltern im Jahresprogramm, so sind es heute fast ausschliesslich solche für die Kinder. Dieses Jahr erwartet die jungen Familien unter anderem noch eine Schatzsuche und eine Waldweihnacht. Und aus aktuellem Anlass findet im Juni die Kinder-Jubiläumsparty statt (siehe Kasten).

Bereits am 27. Mai wurde im Kreise der Erwachsenen auf das 30-jährige Bestehen des Club junger Eltern angestossen. Mit den Gründungsmitgliedern, ehemaligen und aktuellen Kerngruppenmitgliedern sowie mit Gästen wurde im Andreasheim auf die Clubgeschichte zurückgeschaut und ein neues Logo vorgestellt. [Lisbeth Wicki]

 

 

 

Besuch bei der Feuerwehr:

Mit grossem Eifer versuchen sich diese „Nachwuchs-Feuerwehrmänner“ im Büchsenschiessen mit der Eimerpumpe.



Besuch bei der Feuerwehr: Der Aufmarsch zu diesem Anlass ist gross.

 


Im Bild die aktuelle, sogenannte Kerngruppe (Leitung des Club junger Eltern):

Stehend von links: Sonja Birrer, Ruth Portmann, Verena Mazzotta (Präsidentin), Ruth Koch, Petra Zihlmann, Esther Bucher
Sitzend von links: Renate Egli, Andrea Schmidiger

 

 

 


 

Kommunionfest 2011

 

Weinstock als Zeichen der Verbundenheit untereinander und mit Gott

„Das Kommunionfest ist das Fest der Gemeinschaft“, hielt Seelsorger Thomas Portmann am Weissen Sonntag im Gottesdienst in der Pfarrkirche fest und ergänzte: „Wir feiern heute, dass ihr Mädchen und Buben zu dieser Gemeinschaft gehört und teilen als sichtbares Zeichen das Brot.“ Im Zentrum der Feier vom 1. Mai stand als Symbol der Weinstock, welcher in der Erde verwurzelt ist, Wasser bis in die kleinsten Ästchen transportiert, Sonnenlicht aufnimmt und Trauben verschiedenster Art hervorbringt. Die Kinder und die Katechetinnen Marianne Ambühl und Monika Krummenacher trugen ihre Gedanken zum Thema vor und zogen den Bogen weiter ins alltägliche Leben der Menschen, wo dieselben Werte wichtig seien: Einander Halt, Mut und Kraft geben sowie Liebe und Geborgenheit erfahren lassen. Es gelte, füreinander Licht zu sein. Zeichenhaft zündeten die Kommunionkinder im Gottesdienst ihre Taufkerzen an. Es wurde auch festgehalten, dass alle Menschen mit ihren unterschiedlichen Talenten wichtig sind für eine tolle Gemeinschaft. So trugen auch am Weissen Sonntag zahlreiche Menschen mit ihren Begabungen zu einem unvergesslichen Fest bei. Neben den 35 Kommunionkindern waren dies deren Begleitpersonen, Familien und die Festgemeinde. Den musikalischen Mosaikstein setzten die Feldmusik Wolhusen, die Beginnersband der Musikschule sowie die Organistin Marie-Theres Röösli. Und Emma Schlienger brachte ihr kreatives Talent ein, hatte sie doch für alle Kommunionkinder als Andenken ans Fest ein orange-rotes Tonkreuz mit Trauben angefertigt. [Text und Bilder: Lisbeth Wicki]

 

 

 
35 Kinder durften in Wolhusen das Kommunionfest feiern.

Nach dem Gottesdienst versammelten sie sich zusammen mit den Katechetinnen Marianne Ambühl und Monika Krummenacher (v.l.n.r.) sowie Seelsorger Thomas Portmann zum Gesamtfoto. 

 

 

 Die Kinder feierten das Kommunionfest im weissen Einheitskleid – alle im gleichen Kleid als Zeichen dafür,

dass zwar alle Menschen verschieden sind, sich aber von dem einen guten Geist leiten lassen.  

 

Füreinander Licht sein: Die Kommunionkinder zündeten im Gottesdienst ihre Taufkerzen an.

 

Die Kommunionkinder und ihre Begleitpersonen zogen unter den Klängen der Feldmusik Wolhusen in die Pfarrkirche ein.

 


 

Firmung 2011

 

Neues Feuer, neuen Wind, neues Denken dank göttlicher Geistkraft

 

Prächtig präsentierte sich der Samstag, 9. April, wettermässig. Besonders toll dürfte sich der Tag auch für die 65 Schülerinnen und Schüler der Abschlussklassen angefühlt haben, konnten sie in der Pfarrkirche Wolhusen doch das Firmfest feiern. Dabei stand die Symbolik des Heissluftballons im Zentrum. Dank Feuer und Wind können Heissluftballone abheben, auf neue Horizonte hintreiben und Turbulenzen überwinden. Und hoch oben liesse sich die Welt aus einer neuen Perspektive betrachten, meinten einige Firmlinge in ihren vorgetragenen Gedanken. Der Firmspender Max Hofer spannte in seinen Worten den Bogen weiter zu aktuellen Themen wie Japan, Nordafrika oder der Fussball-Nationalmannschaft. Er wünschte den betroffenen Menschen und uns allen neues Feuer und neuen Wind. Doch für eine dauerhafte Lösung der Probleme sei auch neues Denken gefragt. „Gott gibt uns eine göttliche Geistkraft für dieses neue Denken und Handeln“, so Hofer. Er hatte die Wolhuser Jugendlichen anlässlich ihrer Firm-Vorbereitungsabende besucht und mit Freude dieses neue Denken und ein neues Feuer gespürt. Seelsorger Thomas Portmann umschrieb die Firmung als Bestätigung und Zuspruch zu einem geist- und sinnvollen Leben. Er betonte, dass dies auch im Alltag fortgesetzt und umgesetzt werden müsse. Die Firmlinge und deren Familien feierten aufgeteilt in zwei Gruppen. Beide Gottesdienste wurden vom Wolhuser Chor Santa Lucia mitgestaltet und im Josefhaus hielt die Pfamigruppe jeweils für die ganze Festgemeinde einen Apéro bereit. [Text: Lisbeth Wicki]

 

 

Stefanie Mendes Marques empfängt von Max Hofer die Firmspende. Begleitet wird sie von ihrem Firmgotti.

 

Cyrill Marbacher empfängt von Max Hofer die Firmspende. Begleitet wird er von seinem  Firmgötti.

 

Bilder [Willi Wey]

 


 

Solidarität mit den Kleinbauernfamilien in Burkina Faso

 

Fastenessen im Josefshaus

 

Im Mittelpunkt des Fastenessens vom Sonntag, 27. März, stand Burkina Faso. Dessen Kleinbauernfamilien werden über ein Fastenopferprojekt unterstützt. Zudem vermittelte ein junger Wolhuser persönliche Einblicke ins westafrikanische Leben.

 

Es waren eindrückliche Bilder und Geschichten, die Raphael Wicki anlässlich des Fastenessens im Josefshaus zeigte. Der 20-jährige Wolhuser Student erzählte von seinem dreimonatigen Freiwilligeneinsatz im westafrikanischen Burkina Faso. Hier hatte er in einem Zentrum für Strassenkinder mit Jugendlichen gearbeitet, mit ihnen in verschiedenen Ateliers genäht, Motorräder geflickt oder Batik-Handarbeiten hergestellt.

Mit seinen Erzählungen aus dem Zentrumsalltag und aus dem Leben in einer Gastfamilie sowie mit seinen Reiseerlebnissen verlieh Raphael Wicki dem afrikanischen Burkina Faso ein ganz persönliches Gesicht. 

Bessere Ernten trotz Klimawandel

Die Menschen in Burkina Faso stehen auch im Mittelpunkt des diesjährigen Fastenopferprojektes, welches von der Pfarrei Wolhusen unterstützt wird. Mit dem Hilfsprogramm „Bessere Ernten trotz Klimawandel“ soll die Ernährungssicherung der Kleinbauernfamilien verbessert werden.

Ziel ist es, trotz Klimawandel, langen Trockenperioden und zerstörerischen Überschwemmungen die Erträge der Grundnahrungsmittel Hirse und Mais zu steigern, die Bodenerosion einzudämmen sowie die Saatmethoden und die Ernteverwaltung zu verbessern. In Zusammenarbeit mit den ansässigen Dorfgruppen konnten diesbezüglich bereits erste Erfolge verzeichnet werden.

Unterstützung gefragt

Zugunsten dieses Projektes in Burkina Faso lud die Solidaritätsgruppe der Pfarrei Wolhusen am Sonntag, 27. März, zum Fastenessen ins Josefshaus ein. Es wurden drei leckere Suppen serviert.

Die Solidaritätsgruppe mit Erika Trüssel, Andrea Ambühl, Monika Amrein, Sophie Limacher, Marie-Theres und Ferdi Röösli sowie Isabelle Wermelinger, aber auch Werner Wicki als Koch, Raphael Wicki sowie die rund 70 Gäste bekundeten sich mit ihrem Engagement und ihrer Anwesenheit solidarisch mit Burkina Faso. Schade nur, dass der Gästeaufmarsch insgesamt deutlich unter den Vorjahren blieb. [Lisbeth Wicki]

 

Raphael Wicki (rechts) fand interessierte Zuhörende bei seiner kleinen Ausstellung (im Bild)

oder bei seiner Bilderpräsentation über Burkina Faso.

 

Bild [Lisbeth Wicki]

 


 

Katholischer Frauenbund

 

Ganzheitlich fasten und dem Leben Richtung geben

 

Seelsorgerin Erika Trüssel leitete die Frauen an, anhand von anregenden Texten, meditativer Musik sowie geistigen und körperlichen Übungen den Schatz der Fastenzeit neu zu entdecken.

 

Passend zur aktuellen Zeit lud der katholische Frauenbund Wolhusen am Donnerstag, 24. März, zum Frouemorge unter dem Thema „Die Fastenzeit - eine heilsame Zeit für Körper, Geist und Seele“. Vierzehn interessierte Frauen liessen sich auf die verschiedenen Aspekte der Fastenzeit ein.

Fasten

Zuerst zeigte Erika Trüssel in einem kurzen geschichtlichen Abriss die Veränderungen des christlichen Fastens im Laufe der Zeit auf. In den Anfängen der jungen Kirche ging es beim Fasten vor allem um das Innehalten, die Besinnung auf das Wesentliche, die Beziehung zu Gott. Man hatte Jesus vor Augen, der sich damals 40 Tage in die Wüste zurückzog, um seinen Weg zu finden und um sich Gott zu öffnen. Vom 4. Jahrhundert an stand dann das Festhalten an Vorschriften, das Büssen und Umkehren im Vordergrund.

Die Fastenzeit als heilsame Zeit

Nach diesen Ausführungen liess Erika Trüssel die Frauen ein Mandala legen, um in die Stille zu kommen und um für die nächsten Impulse offen zu sein.

Die Fastenzeit – also die Zeitspanne zwischen Aschermittwoch und Beginn der Osternacht -  kann eine heilsame Zeit sein. „Heil“ heisst hier soviel wie: im tiefen Frieden mit sich, mit den Mitmenschen und mit Gott sein. „Die Fastenzeit will uns einladen, ganzheitlich - mit Körper, Geist und Seele dem Heil näher zu kommen“, erklärte Erika Trüssel.

Innehalten und die Fahrtrichtung prüfen

Erika Trüssel erzählte nun die Geschichte von einem Mann, der mit dem Zug dauernd in die falsche Richtung fährt, weil es drinnen so schön warm ist. Auch in unserem Leben würden sich Gewohnheiten einstellen, meinte die Seelsorgerin. „Es wäre aber gut, zwischendurch innezuhalten und die Fahrtrichtung zu überprüfen und die Weichen neu zu stellen.“ Konkrete Fragen brachten die Frauen zum Nachdenken.

Nach dieser Kopfarbeit war eine Pause sehr willkommen und bei Kaffee und Brot wurde eifrig diskutiert.

Ganzheitlich, mit Körper, Geist und Seele

Im zweiten Teil des Frouemorgens half die Seelsorgerin den Frauen mit anregenden Texten, meditativer Musik, Impulsen und verschiedenen Übungen über ihren Körper, den Geist und die Seele nachzudenken.

„Wie gehe ich mit meinem Körper um?“ war eine herausfordernde Frage. Um ihm was Gutes zu tun, klöpfelten sich die Frauen gegenseitig den Rücken.

Danach befassten sich die Anwesenden auch mit der Frage „Welche Begegnungen tun mir gut?“. „Denn der Geist wird geprägt durch Begegnungen mit Menschen, Tieren, Pflanzen, Gegenständen, verschiedenen Formen der Kultur und dem Religiösen“, erläuterte Erika Trüssel.

Schliesslich ging es am Frouemorge auch darum, die Seele zu pflegen. „Indem wir zur Ruhe kommen und in die Stille gehen, können wir auf unsere innere Stimme hören und spüren, dass wir in Gott geborgen sind“, so der Impuls von Erika Trüssel. Mit dem Betrachten des Holzschnittes „In deinen Händen“ von Walter Habdank endete der abwechslungsreiche Morgen. [Text und Bilder: Monika Krummenacher]

 

 

 

 Isabelle Wermelinger, Erika Trüssel und Ida Bucher im Gespräch (v.l.n.r.)

 

 

Die Frauen legen ein Mandala.

 

Bilder [Monika Krummenacher]

 


 

 

Unvergessliche Momente in italienischer Metropole erlebt

 

Vom 27. Februar bis 4. März erkundeten die Schülerinnen und Schüler unter der bewährten Reiseleitung von Benno Limacher die Weltstadt Rom. Dank einem Extraeinsatz konnten alle Angemeldeten mitfahren.  

Während sechs Tagen besichtigten 55 Firmlinge aus den Wolhuser Abschlussklassen die Hauptstadt Italiens sowie Assisi. Die Reiseleitung hatte bereits zum 15. Mal Benno Limacher inne. Als Begleitpersonen fuhren Andrea Castagliuolo, Beat Lingg, Nicole Sigrist und Raphaela Zihlmann mit. Die beiden Carfahrer Jerry Emmenegger und Josef Schöpfer chauffierten die Reisegruppe.
Organisiert wurde diese 36. Romreise durch die katholische Kirchgemeinde Wolhusen in Zusammenarbeit mit dem Carunternehmen Imbach und dem Reiseleiter Benno Limacher.
 

 

Über Assisi auf die Plätze von Rom

Am Sonntagabend, 27. Februar, besammelten sich alle Reisenden bei der katholischen Kirche in Wolhusen. Von dort aus ging die Fahrt los. Nach einer langen Nacht kam die motivierte Gruppe in Assisi an, wo eine Besichtigung auf dem Programm stand und es Vieles über Franz von Assisi zu erfahren gab.
Nach dem Mittag ging es weiter Richtung Rom, wo die Schülerinnen und Schüler nach der Zimmereinteilung erste herrliche Eindrücke von der pulsierenden Weltstadt bei Nacht erhielten. So wurden zum Beispiel die bekannten Piazza Venezia, Piazza Navona und der berühmte Brunnen Fontana di Trevi besucht.

 

Beeindruckende Papstaudienz

Am nächsten Tag wurden bekannte Sehenswürdigkeiten besichtigt, wie etwa die Engelsburg, das Pantheon und natürlich der Vatikan. Ein Highlight war der Aufstieg zur Kuppel des Petersdoms und der Besuch in der Kaserne der Schweizer Garde, wo die Gruppe ein bisschen Schweiz inmitten Italiens fand.
Am Mittwoch fand ein beeindruckendes Erlebnis statt: Die Papstaudienz. Daraufhin wurde die Kirche Paolo fuori le mura besichtigt und die Reisegruppe fuhr ans Meer. Für einige war es sogar das erste Mal, dass sie am grossen Gewässer standen.
Obwohl es fast ständig regnete, genossen die Jugendlichen die Zeit in Rom sehr. Neben den festen Programmpunkten blieb den Schülerinnen und Schülern viel freie Zeit, um die Stadt auf eigene Faust zu erkunden oder Souvenirs zu besorgen.

Unvergessliches Erlebnis

Bereits stand der letzte Tag in der Weltstadt bevor. Das Reiseprogramm hielt jede Menge weiterer unvergesslicher Momente bereit, zum Beispiel der Besuch der berühmten Katakomben von Rom und des antiken Roms mit dem Capitol, Forum Romanum und Colosseum sowie ein Abstecher zum früheren Papstsitz, dem Lateran.
Am Abend stiegen dann alle wieder in den Car um die Heimreise anzutreten. Müde aber glücklich kam die Schar schliesslich am Freitagmorgen, 4. März, in Wolhusen an. Die Eltern hiessen die Rückkehrenden herzlich willkommen.  
Dank der guten Stimmung unter den Schülerinnen und Schülern und dank Benno Limachers tollen Führungen wird die Reise bestimmt für alle unvergesslich bleiben.

 

Grosses Interesse und Engagement

Aufgrund der vielen Anmeldungen war es anfänglich nicht sicher, ob alle Interessierten an der Romreise würden teilnehmen können. Das grosse Engagement von Andrea Castagliuolo, welche zusätzlich mit dem Auto mitfuhr, sowie der weiteren Verantwortlichen machte es schliesslich möglich, dass alle, die sich angemeldet hatten, die Reise antreten und geniessen konnten. [Raphaela Wicki]

 

 

Assisi in bezaubernder Landschaft

Bild: [Raphaela Wicki]

 


Spass vor dem Colosseum: Luca Bucher, Eveline Zemp, Rina Emmenegger, Raphaela Wicki und Elmar Achermann (von vorne nach hinten)

Bild:[Raphaela Wicki]

 

 

Rina Emmenegger, Raphaela Wicki und Eveline Zemp (v.l.n.r.) vor dem Colosseum

Bild: [Raphaela Wicki]


 

Trotz des Regens: Es gab im antiken Rom viel Interessantes  zu erfahren. 

Bild: [Nicole Sigrist]

 


 

Die Wolhuser Reisegruppe mit Reiseleiter Benno Limacher (hinten rechts) 

Bild:   [Beat Lingg]


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