Sondersteuer

 
 
 

Handänderungssteuern

Bei der Veräusserung eines Grundstücks wird die Handänderungssteuer erhoben. Mit ihr wird der Wechsel der Verfügungsmacht über ein Grundstück besteuert. Als steuerpflichtige Handänderungen gelten hauptsächlich der privatrechtliche Eigentumsübergang an einem Grundstück (z.B. Kauf, Tausch, Schenkung, Erbteilung) und der Übergang der wirtschaftlichen Verfügungsmacht über ein Grundstück (z.B. Veräusserung der Mehrheitsbeteiligung an einer Immobiliengesellschaft). Bestimmte Veräusserungstatbestände sind von der Handänderungssteuer befreit. Steuerpflichtig ist der Erwerber/die Erwerberin. Die Veranlagung erfolgt in jener Gemeinde, in der das veräusserte Grundstück liegt.

Steuermass:
1,5 % des Handänderungswertes (in der Regel der beurkundete Kaufpreis)

 
 

Grundstückgewinnsteuern

Bei der Veräusserung von Grundstücken des Privatvermögens ist der dabei erzielte Gewinn zu versteuern. Bei bestimmten Veräusserungstatbeständen wird die Besteuerung aufgeschoben. Gewinne aus der Veräusserung von Grundstücken des Geschäftsvermögens unterliegen der Einkommens- oder Gewinnsteuer. Steuerpflichtig ist der Verkäufer/die Verkäuferin. Die Veranlagung erfolgt in jener Gemeinde, in der das veräusserte Grundstück liegt.

Berechnung des steuerbaren Gewinns:
Als Grundstückgewinn gilt die Differenz zwischen Anlagewert und Veräusserungswert. Der Anlagewert besteht grundsätzlich aus dem Erwerbspreis im Zeitpunkt der letzten steuerbegründenden Veräusserung und den gesetzlichen Zuschlägen für Aufwendungen (insbesondere Erwerbskosten, Mäklerprovisionen, Aufwendungen für dauernde Wertvermehrungen, Erschliessungskosten). Der Veräusserungswert entspricht dem Veräusserungspreis, vermindert um die gesetzlichen Abzüge (insbesondere die Veräusserungskosten).

Steuermass:
Die Grundstückgewinnsteuer wird aufgrund des progressiven Einkommenssteuertarifs für Alleinstehende und eines Steuerfusses von 4,2 Einheiten berechnet.

 
 

Erbschaftssteuern

Auf dem Vermögensanfall aus Erbschaft wird eine Erbschaftssteuer erhoben. Die Veranlagung erfolgt in jener Gemeinde, in welcher die verstorbene Person ihren letzten Wohnsitz hatte bzw. wo das Grundstück gelegen ist. Schenkungen und Vorempfänge, welche die verstorbene Person innerhalb der letzten fünf Jahre vor dem Tod ausgerichtet hat, unterliegen ebenfalls der Erbschaftssteuerpflicht.

Steuermass:

 
Ehegatte steuerfrei
Nachkommen 1%
Elterlicher Stamm 6%
Grosselterlicher Stamm 15%
Nicht verwandte Personen 20%
 
 
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